Schon von weitem fällt die Gruppe auf dem Bahnhofplatz auf: Es sind Menschen jeden Alters, alle mit acht Rollen an den Schuhen. Sie treffen sich, um am Regioskate teilzunehmen. Auf ihren Inlineskates und ausgerüstet mit Helm, Ellenbogen- und Knieschonern, warten sie darauf, die 16 Kilometer lange Strecke in Angriff zu nehmen. Unruhig rollen einige hin und her, während sich andere noch eine kurze Pause vor der Abfahrt gönnen.

Was vor zehn Jahren als Geschäftsausflug begann, ist zum bekanntesten Skate-Anlass der Region geworden. «Wir haben regelmässig bis zu 300 Teilnehmer», sagt Steven Demierre vom Organisationskomitee.

100 Skater auf der Mellingerstrasse

Die letzten beiden Male mussten die Ausfahrten aufgrund des schlechten Wetters verschoben werden. Am Montag dann die Erleichterung bei den Vereinsmitgliedern: Die Sonne schien und somit stand dem Regioskate nichts mehr im Wege. «Während der Sommerferien haben wir jeweils etwas weniger Teilnehmer als sonst», sagt OK-Mitglied Beda Chen. Zudem fand am selben Abend auch der Monday-Night-Skate in Zürich statt. Dennoch haben sich bei dem kühlen, aber trockenen Wetter doch fast 100 Leute eingefunden, die es kaum erwarten können, loszufahren.

Von Polizeieskorte begleitet

Via Römerstrasse–Bruggerstrasse fuhren die Hobby-Sportler nach Dättwil und schliesslich zurück über die Mellingerstrasse bis zur Kantonsschule Baden. Nach der sanften Fahrt auf dem neu geteerten Stück der Mellingerstrasse ruft der unebene Grund im Schlossbergtunnel ein Kribbeln in den Füssen hervor. Bei der Kantonsschule ruhen sich die Inlineskater aus, bevor sie den zweiten Teil der Route über das Tägerhard in Angriff nehmen.

Etwa alle zwei Monate fährt der Regioskate aus – jeweils am ersten Montag im Monat. Als Teilnehmer sollte man sich einigermassen sicher auf den Rollen fühlen. Obwohl die Polizei die Strassen für die Dauer der Durchfahrt jeweils absperrt, legt die Gruppe ein zügiges Tempo vor.

Die Organisatoren haben Bewilligungen für zwei Routen à 16 bzw. 20 Kilometer Länge. Am Montag fuhr die Gruppe die kürzere der beiden Routen ab. Fazit: Bereits diese Strecke ist für Ungeübte keine Spazierfahrt – aber sie macht allemal Spass. Denn sonst kann man kaum nur auf Inlineskates und mit Polizeieskorte über die Piazza Insalata düsen.