Baden/Neuenhof/Wettingen
Auf dem Kulturweg entlang der Limmat wird das Handy neu zum Tourguide

Den Kulturweg Baden-Wettingen-Neuenhof kennenlernen mit einem privaten Führer, der jederzeit an jedem Ort zur Verfügung steht – das ist nun mit einer neuen App für das Handy möglich: Spaziergänger können bei jedem der 26 Installationen einen Kommentar hören.

Stefanie Suter
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Mit dem Handy kann der QR-Code eingescannt werden
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Die App soll die Kulturvermittlung vereinfachen
Die Wettinger Kulturweg-App
Die Mitglieder der Stiftung Kulturweg Limmat Luca Cioni, Peter Bissig, Marian Beck, Mark Füllemann, Urs Dätwiler
Falls man kein iPhone hat, benötigt man einen QR-Reader

Mit dem Handy kann der QR-Code eingescannt werden

zvg

Und so funktioniert es: Bei allen 26 Kunstwerken befindet sich ein Schild mit einem QR-Code. Man zückt das Handy, öffnet die Kulturweg-App, scannt den Code ein und lauscht den Beschreibungen von Ruedi Sommerhalder. Der Künstler aus Untersiggenthal erzählt mehr über die Hintergründe der jeweiligen Installation, ihren Erschaffer und die Umgebung. «Er ist sozusagen die Wikipedia für den Limmatraum», sagt Marian Beck, Mitglied des Stiftungsrats Kulturweg. «Und jeder kann ihn nun als Führer in der Hosentasche mitnehmen», ergänzt Stiftungsratsmitglied Urs Dätwiler.

Das Angebot richtet sich vor allem an spontane Fussgänger: «Wer zufälligerweise an einem der Kunstwerke vorbei kommt, kann mit der App innert kürzester Zeit viel über das Werk erfahren», sagt Dätwiler. Mit Sommerhalder als Erzähler hätten Neugierige einen leichteren Zugang zu den Installationen. «Und wer sich entscheidet, den ganzen Kulturweg zu laufen, kann dies mit einem persönlichen Führer in seinem eigenen Tempo machen.» Die App soll auch dazu beitragen, junge Menschen für den Kulturweg zu begeistern. Und Marian Beck ergänzt: «Für mich als Lehrperson ist es eine gute Möglichkeit, den Schulklassen Kultur vermitteln zu können.»

App nur für das iPhone erhältlich

Einen Nachteil hat die Applikation: Sie ist nur für das iPhone erhältlich. «Aus Kostengründen», erklärt Dätwiler, «so mussten wir lediglich eine App programmieren lassen». Benutzer von Smartphones mit Android-Betriebssystemen müssen aber nicht auf Sommerhalder als Führer verzichten: Wer einen QR-Code-Scanner herunterlädt, kann die Codes auf den Schildern ebenfalls lesen und wird so auf die mobile Internetseite des Kulturweges geführt – mit den gleichen Informationen und dem gesprochenen Text von Sommerhalder. Mit dem Code-Scanner muss aber die ganze Internetseite heruntergeladen werden. «Dank der App trägt man alle Informationen schon auf dem Handy mit – ausser die Tondateien», sagt Dätwiler.

Die Kulturweg-App ist nicht die einzige Neuerung: Die Stiftung hat ihren Internetauftritt überarbeitet. Zudem wurden die Wegweiser und Beschriftungen ausgewechselt. Und am 13. Juni wird auf dem Kulturweg eine weitere Skulptur eingeweiht.