Danach wird Eigentümer Christoph Schoop das Baufeld Ost neu bebauen, wo die Zurich International School Hauptmieter sein wird.

City-Tor AG baut ab 2013

Im Frühjahr 2013 wird für das Kino Linde die letzte Stunde schlagen. Zurzeit liegt das Baugesuch der City-Tor AG für ein Wohn- und Gewerbehaus anstelle des heutigen Kino Linde und des Gewerbebaus des Malergeschäfts Zünd auf. Auch dieser Vorhaben basiert auf dem geltenden Sondernutzungsplan.

Für die Architektur zeichnet das Büro Rolf Graf und Partner verantwortlich. Es ging im Jahr 2006 siegreich aus einem Wettbewerb hervor, den die Eigentümerschaften auf dem Linden- und Diebold-Areal gemeinsam mit der Stadt Baden durchgeführt hatten. Kinounternehmer Peter Sterk hatte seine Liegenschaft an die Cityland AG von Karl Schilling und Marco Keller verkauft. Für den Neubau zeichnet die neu gegründete City-Tor AG, in der neben Marco Keller auch Hugo Zünd mit seiner Immobilien AG vertreten ist. «Wir sind guten Mutes, dass das Baubewilligungsverfahren zügig abgewickelt wird und wir in die Detailplanung gehen können», erklärt Keller.

Das Kino Linde und der Gewerbebau heut.

Das Lindenareal in Baden wird neu überbaut.

Das Kino Linde und der Gewerbebau heut.

Weil auf dem Lindenareal der Platz für Bauinstallationen beschränkt ist, wird gestaffelt gebaut. Die Zurich International School wird auf dem Baufeld Ost (ehemals Garage Diebold) im Juli 2013 den Schulbetrieb starten. In diesem Zeitabschnitt wird die City-Tor AG mit dem Rohbau beginnen. Das optische Erscheinungsbild mit vorgehängter Blech-/Glasfassade in Anthrazit beider Projekte lässt diese als Zwillingsbauten erscheinen.

Zwillinge – verschieden konstruiert

Die Bauweise sei jedoch völlig unterschiedlich, sagt Jürgen Ravener, verantwortlicher Projektleiter bei Rolf Graf und Partner. Auf dem Baufeld Ost führt nämlich der Eisenbahntunnel direkt unter dem Bauplatz durch, was eine besondere Herausforderung für die Ingenieure darstellt. Der Bau wird in Stahlskelettbauweise ausgeführt.

Das Projekt der City-Tor AG wird als Massivbau erstellt. Auf energetisch fortschrittliche Bauweise wird viel Wert gelegt. «Wir streben den Minergie-Eco-Standard an», sagt Ravener. Die Beheizung wird mittels Erdsonden erfolgen, ebenso die Kühlung im Sommer. Weil die heissen Monate länger würden, müsse der Kühlung vermehrt Gewicht beigemessen werden, so Ravener.

«Das Interesse für diesen Standort ist bereits jetzt gross», sagt Keller erfreut. Das Erdgeschoss (über zwei Untergeschossen mit Tiefgarage) ist für Laden- oder Gewerberäume vorgesehen, das erste Geschoss für Büronutzung. Das Malergeschäft Zünd, das auf dem Areal bleiben wird, wird sich dort ebenfalls einquartieren. In den Stockwerken zwei bis fünf sind derzeit 54 Kleinwohnungen geplant.