Zwar haben heute Mittwochmorgen kurz vor 10 Uhr plötzlich Sonnenstrahlen zwischen den Wolken hindurch geschienen. Doch als das Terrassenbad offiziell seine Toren für die Saison 2013 öffnete, war das Personal gegenüber den Gästen noch klar in der Überzahl.

«Wir bereiten uns seit April auf die Badesaison vor», erklärt Betriebsleiter René Saurenmann. Mit «wir» meint er das 26-köpfige Team der Bademeister, die für die Sicherheit, die Technik und das Wohl der Gäste im und ums Bad beziehungsweise die drei Becken herum besorgt sind.

Schwimmbad Baden mit neuem Spielplatz

Schwimmbad Baden mit neuem Spielplatz

Mehr Frauen am Beckenrand im Einsatz

Nur von Bademeistern zu sprechen, wäre allerdings verfehlt. «Der Anteil an Bademeisterinnen steigt von Jahr zu Jahr», sagt Saurenmann.

Das hänge nicht nur an den Teilzeit-Jobs zusammen, sondern auch damit, dass die Prävention heute im Vordergrund stehe. Das Personal werde in allen Bereichen geschult, Gefahren zu erkennen, bevor etwas passiere.

«Oft geht es um die Kommunikation mit den Gästen, Kindern, Eltern und Jugendlichen.» Saurenmann, der in den Schwerpunktzeiten selber in die Bademeisterhose steigt, will den Kollegen nicht etwa in den Rücken fallen, wenn er sagt, dass Bademeisterinnen oft das bessere Gespür bei drohenden Konflikten hätten.

Auf die Ausbildung des Teams legt Saurenmann grossen Wert. «Das Rettungsbrevet ist nur ein kleiner Bestandteil davon», sagt Saurenmann. So werden alle Mitarbeitende im Samariterdienst geschult, erlernen den Umgang mit modernen Rettungsgeräten, müssen aber auch im badetechnischen Bereich sattelfest sein.

Klettern und spritzen an einem Ort

Die Attraktion der Terrassenbad-Saison 2013 ist nebst zwei Slacklines der abenteuerliche Spielplatz. «Die alten Geräte hätten wir ersetzen müssen. Das war Anlass dazu, uns etwas Neues einfallen zu lassen», so Saurenmann.

Spielplatz-Erbauer Norisk-Nofun hatte dabei ziemlich freie Hand. «Die einzige Vorgabe nebst dem Sicherheitsaspekt war, dass nicht nur Kinder, sondern auch Eltern Spass und Freude daran haben sollen.» Die Kosten für diese Investition belaufen sich samt allen Nebenarbeiten auf rund 60 000 Franken.

Der Spielplatz hat es in sich. Bei den Kletterpartien über Balken, Stufen und dicke Seile kann man verschiedene Pumpen und Wasserspritzen bedienen, die für nasse Überraschungen und gleichzeitige Abkühlung sorgen.

Auch hier sei die Sicherheit zuvorderst gestanden, sagt Saurenmann. Der neue Spielort wird vom Bademeisterteam ebenfalls beaufsichtigt. Wenn es die Situation erfordert, wird eingegriffen.