Bellikon/Remetschwil

Auf dem neuen Veloweg sicher zur Schule – das Baugesuch liegt nun auf

Parallel zur Kantonsstrasse (l.) zwischen Bellikon und Remetschwil (im Hintergrund) ist ein Radweg geplant.

Parallel zur Kantonsstrasse (l.) zwischen Bellikon und Remetschwil (im Hintergrund) ist ein Radweg geplant.

Radweg statt gefährlicher Kantonsstrasse: Ein Baugesuch für das langjährige Anliegen eines Veloweges liegt auf.

1,84 Kilometer lang und 2,5 Meter breit soll sie werden: die Radwegverbindung, die der Kanton zwischen Bellikon und Remetschwil plant. Der Regierungsrat hat das Projekt Ende September 2016 vorläufig genehmigt und dafür einen Verpflichtungskredit von 3,1 Millionen Franken gesprochen. Derzeit liegt das Baugesuch auf beiden Gemeindeverwaltungen öffentlich auf.

Dass zwischen den Ortschaften am Rohrdorferberg ein Veloweg gebaut wird, ist schon lange ein Anliegen. Vor allem in Anbetracht des neuen Oberstufenzentrums in Niederrohrdorf, das im August 2015 in Betrieb ging – und das seither von sämtlichen Oberstufenschülern Bellikons und Remetschwils besucht wird. «Viele Oberstufenschüler benutzen die Kantonsstrasse als Schulweg», sagt Hans Peter Kurth, Gemeindeammann von Bellikon, und fügt an: «Doch die Strasse ist sehr gefährlich.» Zum einen wegen des hohen Verkehrsaufkommens, zum anderen weil es neben Postautos, Fahrzeugen und Lw kaum Platz für Zweiradfahrer gebe. Tatsächlich zeigt ein Blick in den technischen Bericht des Projekts, dass auf der Kantonsstrasse täglich rund 6000 Fahrzeuge verkehren.

Bestehender Radweg ist steil

Mit dem neuen Radweg sollen die Velofahrer eine durchgehende Verbindung zwischen Bellikon und Remetschwil erhalten. «Die heutige Linienführung über die Remetschwilerstrasse weist Umwege und teils grosse Höhenunterschiede auf, weshalb die Radwege nicht wunschgemäss genutzt werden», steht im technischen Bericht. Rolf Leimgruber, Gemeindeammann von Remetschwil, bestätigt: «Es fahren die wenigsten ‹Gümmeler› und Schüler über den bisherigen Radweg über Hausen.» Zweiradfahrer würden oft auf die Kantonsstrasse ausweichen, was eine Gefährdung für Radfahrer darstellt, führt der Bericht weiter aus.

«Für die Verkehrssicherheit unserer Schüler, aber auch für alle anderen Velofahrer, ist die neue Radwegverbindung von grosser Bedeutung», sagt Bellikons Ammann Kurth. Leimgruber teilt seine Meinung: «Zur Sicherheit des Langsamverkehrs ist der neue Radweg sehr wichtig und nötig.» Die beiden Ammänner sind froh, geht es mit dem Projekt vorwärts.

Der Veloweg soll auf der Talseite der Kantonsstrasse gebaut werden und auch Fussgängern zur Verfügung stehen. Die Durchfahrt mit Motorfahrzeugen wird ausser für Unterhaltszwecke nicht gestattet sein. Die Projektpläne liegen noch bis 13. Juni öffentlich auf. Kommt es zu keinen Einwendungen, wird der Regierungsrat das Projekt definitiv genehmigen und mit dem Landerwerb starten. Der Kanton teilt auf Anfrage mit, dass im optimalen Fall im Verlaufe des nächsten Jahres mit den Bauarbeiten gestartet werden kann.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1