Baden
Auf dem Weg an die Tabellenspitze: Viel fehlt nicht mehr

Die NLB-Basketballerinnen kommen nach den vielen Wechseln in der Sommerpause immer besser in Fahrt

Fabio Baranzini
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Seraina Waldburger (Mitte) und ihre Teamkolleginnen von Baden Basket 54 haben sich diese Saison grosse Ziele gesetzt.

Seraina Waldburger (Mitte) und ihre Teamkolleginnen von Baden Basket 54 haben sich diese Saison grosse Ziele gesetzt.

Fabio Baranzini

Die Vorfreude auf die neue Meisterschaft war bei den NLB-Frauen von Baden Basket 54 gross. Endlich verfügte man über ein grosses Kader (14 Spielerinnen), und auch die spielerischen Fähigkeiten der Athletinnen versprachen einiges. Entsprechend hoch waren die eigenen Erwartungen. Aber diese konnten in der Anfangsphase der Meisterschaft nicht ganz erfüllt werden.

Ungeduld zu Saisonbeginn

«Wir haben zwar in der Vorrunde sechs von acht Spielen gewonnen und haben damit den zweiten Platz geholt, aber so richtig zufrieden waren wir trotzdem nicht», sagt Captain und Topskorerin Cinzia Ferrari. «Wir wussten, dass wir mehr drauf haben und besser spielen können als das, was wir zu Beginn der Saison gezeigt haben. Wir waren aber vermutlich etwas ungeduldig, denn es braucht Zeit, bis das Zusammenspiel mit den neuen Spielerinnen funktioniert.» Vor allem weil im Hinblick auf diese Saison gleich neun neue Akteurinnen zum Team gestossen waren.

Die jüngsten Resultate der Badenerinnen lassen aber aufhorchen. Das Team von Trainer Ivan Jankovic hat in der Zwischenrunde – die Teams aus der Ost- und West-Gruppe werden aufgrund der Leistungen in der Vorrunde aufgeteilt – zwei Siege eingefahren. Und das gegen Cossonay und Nyon, die in der eigentlich stärker eingestuften West-Gruppe den ersten und vierten Rang belegt hatten.

«Das waren zwei wichtige Siege, dank denen wir uns jetzt eine gute Ausgangslage verschafft haben. Ich denke, dass die Top vier absolut im Bereich des Möglichen liegen und wir uns so für die Playoffs qualifizieren können», sagt Ferrari. Mit einem Rang in den Top vier geben sich die Badenerinnen aber noch nicht zufrieden. Sie streben in der Zwischenrunde gar einen der ersten beiden Plätze an.

Potenzial noch nicht ausgeschöpft

Diese Zielsetzung kommt nicht von ungefähr. Die Badenerinnen haben mit Cossonay und Nyon nicht nur zwei Mitfavoriten im Kampf um die Spitzenplätze geschlagen, sondern sie haben ihr eigenes Potenzial noch nicht vollends ausgeschöpft. «Gerade im Angriff müssen wir noch konstanter werden, und alle müssen daran glauben, dass sie punkten können. Kommt hinzu, dass unsere Centerspielerin Sophie Witte noch nicht zu ihrer alten Stärke gefunden hat. Wenn ihr das gelingt, wird sie noch viel mehr Einfluss auf unser Spiel nehmen können», ist Ferrari überzeugt.

Folgt der vierte Sieg gegen Arlesheim?

Den nächsten Schritt auf dem Weg in Richtung Tabellenspitze können die Badenerinnen am Sonntag (13 Uhr, Kanti Baden) machen. Dann treffen sie im Spitzenspiel auf den BC Arlesheim. Gegen die Baslerinnen hat Baden Basket 54 in dieser Saison wettbewerbsübergreifend im Cup und in der Meisterschaft schon drei Mal gespielt und drei Mal gewonnen.

«Trotzdem dürfen wir Arlesheim keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen, denn zwei Begegnungen waren sehr umkämpft», so Ferrari, die beim einzig klaren Sieg gegen Arlesheim überragende 42 Punkte beigesteuert hatte.

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