Mägenwil
«Auf einen Chlapf schön und reich» – das verspricht das Lustspiel der Theaterbühne Maganwilare

Lustspiel in drei Akten: Die Theaterbühne Maganwilare aus Mägenwil präsentiert das Stück «Gülle, Mischt und Schönheitswahn».

Susanne Brem
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Theaterbühne Maganwilare Ein ganzes Filmteam ist plötzlich in der Bauernstube. Motivierte Schauspieler sorgten für eine gelungene Premiere.
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Theaterbühne Maganwilare Kein Wunder schmeckt der Kaffee so scheusslich. Da war eine Socke drin.
Theaterbühne Maganwilare Die beiden mischen gemeinsam ein Schönheitselexier (Trudi Wüest und Eugen Hasenfratz, gespielt von Marianne Umbricht und Mischa Koller)
Theaterbühne Maganwilare "Gülle, Mischt und Schönheitswahn"
Theaterbühne Maganwilare Das Gehen in Highheels will gelernt sein
Theaterbühne Maganwilare Rösli Wüest (Marie-Theres Borner) hat sichtlich Mühe mit den neuen Stöckelschuhen
Theaterbühne Maganwilare Mizzi, eine echte Diva (gespielt von Ramona Zumstein), weiss wie man vor der Kamera posieren muss
Theaterbühne Maganwilare Da hat sich Mizzi (Ramona Zumstein) doch prompt in den Mist gesetzt
Theaterbühne Maganwilare Vorne; Bäuerin Rosa, hervorragend gespielt von Marie-Theres Borner), hinten v.l. Ihren Schwester Trudi (Marianne Umbricht) und ihre Nachbaren Sepp (Hausi Neuenschwander) und Marie (Denise Holenweg)
Theaterbühne Maganwilare Gülle, Mischt und Schönheitswahn, die Premiere war ein voller Erfolg

Theaterbühne Maganwilare Ein ganzes Filmteam ist plötzlich in der Bauernstube. Motivierte Schauspieler sorgten für eine gelungene Premiere.

Susanne Brehm

Spritzige Dialoge, motivierte Schauspieler und ein gut gelauntes Publikum – was will man mehr. Am Freitagabend präsentierte die Theaterbühne Maganwilare ein Lustspiel in drei Akten: «Gülle, Mischt und Schönheitswahn». Es war wieder einmal ein Schwank, wie er in den Büchern steht. Einfach herrlich.

«Jesses, Rösli was hesch denn du do für Nägel a de Füess?!?», die Bäuerin Trudi Wüest staunt nicht schlecht, als ihre Schwester Rösli nach einer gefühlten Ewigkeit endlich aus dem Badezimmer stakst. «Das sind dänk Highheels», gibt die andere zurück, und ist sichtlich erleichtert, als sie endlich das rettende Sofa in der Mitte des Raumes erreicht hat. Mit dem roten Fummel und der violetten Federboa torkelte sie eben noch durch den Raum wie eine betrunkene Ente. Bei den Zuschauern blieb kein Auge trocken. Die Laienschauspieler der Theaterbühne Maganwilare gaben alles.

Mit Wundercrème zu Reichtum

Doch beginnen wir von vorn: Der Hof von Trudi und Rösli Wüest ist schon recht heruntergewirtschaftet. Kein Wunder, die beiden Schwestern leben hier ganz alleine, ihre besten Jahre haben sie bereits durchlebt. Und besonders begabt sind sie auch nicht – für gar nichts! Nicht einmal Kaffee kochen können sie. «Ja, schön müsste man sein», denken die beiden. «Dann würden wir vielleicht auch einen Mann finden.» – Bloss wie? Vielleicht würde ja diese Wundercrème für Abhilfe sorgen?

Diese Schönheitstinktur nach einem Geheimrezept vom Tüftler und Wissenschaftler Eugen Hasenfratz. «Und wenn dieses Mittelchen wirklich hilft, dann könnten wir ja bei der Vermarktung helfen. Wir könnten einen Werbefilm drehen, und die Leute würden uns die Bude einrennen und die Crème kaufen und wir wären auf einen Chlapf reich und schön! Das wäre wunderbar!», schwärmt Rösli. Gesagt getan: Es dauert nicht lange, und die beiden Schwestern setzen ihre Pläne in die Tat um. Wie das so üblich ist bei einem Schwank, geht das nicht ohne Turbulenzen und Verwirrungen.

«Der Saal ist ausverkauft, und das macht uns stolz», freute sich OK-Präsidentin Yvonne Siegrist anlässlich der Premiere am Freitagabend. Dabei ist der Verein Theaterbühne Maganwilare Mägenwil vergleichsweise jung, besteht er doch erst seit achteinhalb Jahren. 31 Mitglieder zählt der Verein, zehn davon standen auf der Bühne. Die Restlichen halfen hinter den Kulissen, nicht nur in der Technik oder im Bühnenbild. Um die Zuschauer rundum auch kulinarisch zu verwöhnen, kamen sogar noch zusätzliche Helferinnen und Helfer. Sie wirkten in der Küche, am Dessertbuffet, im Service und an der Bar und sorgten mit ihrem Einsatz für ein abgerundetes Ambiente.

«Gülle, Mischt und Schönheitswahn»: Samstag, 13. Mai, 20 Uhr, Turnhalle

Mägenwil. Türöffnung: 18.30 Uhr.

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