Der lange aufgeschobene Bau beim Südhausareal am Bahnhof soll zwischen Ende Juni und Anfang Juli starten.

Reinhard Scherrer von der Abteilung Planung und Bau bei der Stadt Baden prüft derzeit sämtliche Unterlagen zur Velostation. «Wir müssen sicher sein, dass das Projekt den Vorgaben entspricht und die Terminplanung realistisch ist», erklärt Scherrer. Er wolle keine Steuergelder für Unvorhergesehenes verschwenden, wenn die Arbeiten am Laufen seien, betont er.

Ursprünglich war geplant gewesen, mit dem Bau der Station im November 2014 zu beginnen und sie im Frühling dieses Jahres zu eröffnen. Doch noch im vergangenen Herbst trat der Stadtrat auf die Sparbremse und strich im Budget 2015 das Betreuungs- und Bewachungspersonal.

Das Parlament bestätigte die Sparmassnahme knapp mit 23 zu 21 Stimmen. «Natürlich ist es immer ärgerlich, wenn sich Bauprojekte verzögern», sagt Stadtrat und Bauvorsteher Markus Schneider. Die Verzögerung habe aber nichts damit zu tun, dass Einwohner- und Stadtrat im vergangenen Herbst entschieden hatten, die Station ohne Bewachung durch Personal zu realisieren.

«Das Projekt musste so oder so überarbeitet werden, was mehr Zeit in Anspruch genommen hat, als wir ursprünglich geplant hatten», sagt Schneider. Scherrer dazu: «In der Weiterbearbeitung des Projektes waren die Kosten zu hoch. Man musste das Projekt überarbeitet und auf den vorgegebenen Kostenrahmen reduzieren.»

Weil man bei der Velostation die Container für das Betreuungs- und Bewachungspersonal nun nicht benötigt, kostet der Neubau statt 830 00 Franken 770 000 Franken. Mit der Streichung des Bewachungspersonals spart die Stadt jährlich Betriebskosten von 76 000 Franken. Vor Diebstahl und Vandalismus soll eine Überwachung per Videokamera schützen.

«Jetzt sind wir froh, dass es vorwärtsgeht, denn es war immer das Ziel, dass die Velostation bereits während des Schulhausplatzumbaus als Motivation dient, das Velo statt das Auto zu benutzen», sagt Schneider. Verlaufen die Bauarbeiten nach Plan, sind die rund 230 Veloabstellplätze im November 2015 bezugsbereit.

Tagesplatz für zwei Franken

Badenmobil arbeitet derzeit mit den städtischen Abteilungen Entwicklungsplanung sowie Planung und Bau das detaillierte Betriebskonzept aus. Klar ist, dass die Benutzung möglichst einfach sein soll.

«Eintritte für einzelne Tage wird man direkt am Automat bei der Station lösen können», sagt Beatrice Meyer von badenmobil. In der stadträtlichen Vorlage sind 2 Franken für einen Tag, 20 Franken für ein Monatsabo und 150 Franken für ein Jahresabo vorgesehen.

«Die Monats- und Jahreskarten, wird man voraussichtlich am Schalter von badenmobil kaufen können», sagt Meyer. Dank eigener Zutrittskarte mit Magnetstreifen, wird die Station täglich rund um die Uhr zugänglich sein.