Sechs Kernthemen sind es, die für den Gemeinderat Mellingen in dieser Legislatur im Vordergrund stehen – und die für die Entwicklung des Reussstädtchens von Bedeutung sind: Umfahrung, Zentrumsentwicklung und Altstadtaufwertung, Kultur, Realisierung und Planung öffentlicher Bauten, Führungs- und Verwaltungsentwicklung sowie Ver- und Entsorgung.

Weshalb sich die Exekutive in den nächsten Jahren diesen Themen annehmen will, erklärt Gemeindeammann Bruno Gretener (FDP) wie folgt: «In Mellingen stehen verschiedene Grossprojekte wie beispielsweise der Neubau der Primarschule in der Kleinen Kreuzzelg oder die Umfahrung an. Damit ist die Agenda quasi vorgegeben.» Hinzu komme, dass die Gemeinde nur über beschränkte finanzielle Mittel verfüge. «Selbstverständlich werden wir uns neben den Legislaturzielen auch den weiteren Aufgaben annehmen, die sich aus dem Tagesgeschäft ergeben oder an den Gemeinderat herangetragen werden», betont Gretener.

Die Aufenthaltsqualität steigern

Folgende Legislaturziele hat sich der Gemeinderat gesetzt:

  • Umfahrung: Die Exekutive will sich für die rasche Realisierung einsetzen und den Kanton in allen Verfahrens- und Planungsschritten unterstützen. Bei Bedarf sollen kommunale Anliegen und Bedürfnisse eingebracht werden. Nicht zuletzt sollen der Baubeginn und die Inbetriebnahme der Umfahrungsstrasse, die Mellingen vom Durchgangsverkehr entlasten soll, mit der Bevölkerung gefeiert werden.

  • Zentrumsentwicklung und Altstadtaufwertung: Bis zur Inbetriebnahme der Umfahrung will der Gemeinderat Massnahmen erarbeiten, um die Entwicklung des Zentrums voranzutreiben. So sollen mögliche Nutzungen entlang der Strassenräume geprüft, attraktive Verbindungen zwischen Zentrum und Altstadt geschaffen sowie attraktive Verbindungen für den Langsamverkehr und den öV gesichert werden. Die Aufenthaltsqualität soll gesteigert und das Parkierungskonzept überarbeiten werden. Die Planung für die Aufwertung der Altstadt beziehungsweise der Hauptgasse soll so weit vorangetrieben werden, dass die erarbeiteten Massnahmen nach Inbetriebnahme der Umfahrung umgesetzt werden können.

  • Kultur: Das Angebot soll erhalten und nach Möglichkeit ausgebaut werden, dazu zählen auch die Altstadtführungen und das Ortsmuseum.

  • Realisierung und Planung öffentlicher Bauten: Neben der Realisierung des Neubaus in der Schulanlage Kleinen Kreuzzelg und deren Erneuerung soll eine langfristige Strategie für die Planung von künftigen Bauvorhaben erarbeitet werden.

  • Führungs- und Verwaltungsentwicklung: Die Bevölkerung soll die Dienstleistung der Gemeinde möglichst einfach und unkompliziert in einer modernen Verwaltung in Anspruch nehmen können. Nach Möglichkeit sollen die Leistungen auch digital erfolgen. Auf die Aus- und Weiterbildung des Personals soll Wert gelegt werden, ebenso auf die frühzeitige Nachfolgeregelung von Schlüsselpositionen.

  • Ver- und Entsorgung: Es sollen Massnahmen für die Umsetzung der Energiestrategie 2050 des Bundes erarbeitet werden, ebenso für die langfristige Versorgung der Bevölkerung mit Wasser und Energie. Der anstehende Um- und Neubau der Abwasserreinigungsanlage soll durch Gemeindevertreter eng begleitet werden.

«Wir müssen die Ziele und die Massnahmen auf die bestehenden personellen und finanziellen Ressourcen abstimmen», sagt Bruno Gretener. Deshalb sei man sich bewusst, dass nicht alle Vorgaben innerhalb der Legislaturperiode 2018-2021 umgesetzt werden könnten. «Wenn wir aber einige der Ziele realisieren und andere weit vorantreiben können, dann sind wir auf einem sehr guten Weg.»