Wettingen
Aus Containern werden während drei Jahren Schulzimmer

Die Schulanlage Margeläcker in Wettingen wird für drei Jahre um fünf Provisorien erweitert. In der Zwischenzeit werden die Schüler in modernsten Containern unterrichtet.

Dieter Minder
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Das Schlusselement des Containers wird montiert, es kommt auf das extra erstellte Betonfundament zu stehen.

Das Schlusselement des Containers wird montiert, es kommt auf das extra erstellte Betonfundament zu stehen.

Mathias Marx

«Es gibt noch einiges zu tun, bis wir fertig sind», sagt Jürg Friedli. Als Verantwortlicher stellt er mit drei Monteuren der Condecta AG die Schulraumcontainer zusammen. In zwei Wochen werden die ersten Schüler einziehen.

Danach beginnen die Ausbauarbeiten der Schulanlage Margeläcker Wettingen. «Als Erstes werden wir das Schulhaus 3 erweitern», präzisiert Csaba Dul, Projektleiter der Abteilung Bau und Planung der Gemeinde Wettingen. Insgesamt fünf zweistöckige Einheiten, mit je vier Klassenzimmern werden aufgestellt.

«Der Zeitplan ist knapp, aber es wird reichen», sagt Dul. Rund ein Jahr lang dienen die Provisorien der Schule Margeläcker. Vom Sommer 2014 an sollen in den Provisorien die Schüler der Mittelstufe unterrichtet werden.

Noch ist das Innere des Containers eine Baustelle
9 Bilder
Einer der fünf Schulraumcontainer vor dem Schulhaus Margeläcker 2
Das letzte Element wird angebaut
Blick vom Baukran auf die noch offenen Fundamente der weiteren Container
Container vor dem Schulhaus Margeläcker 2
Das Innere eines Containers
Blick vom Baukran auf die bereits motnierten Contanier
Architekt Roland Meier links im Gespräch Csaba Dul Bau- und Planung Wettingen
Bis in zwei Wochen wird in diesem Raum ein Schulzijmmer eingerichtet

Noch ist das Innere des Containers eine Baustelle

Mathias Marx

Sehr enger Terminplan

«Für uns war das vor allem eine planerische Herausforderung», sagt Daniel Müller vom Wettinger Architekturbüro Widmer und Partner. Im Februar, nachdem sowohl der Bauentscheid des Einwohnerrates rechtskräftig war als auch eine Baubewilligung vorlag, konnte die Planung beginnen.

Für die Container sind Fundamente zu bauen sowie Wasser-, Abwasserleitungen sowie Strom- und Datenkabel einzurichten. «Auf das Biotop und die Bäume haben wir besondere Rücksicht genommen», sagt Müller. So wird über das Biotop eine Art Brücke erstellt, um es möglichst zu schonen.

Zwei Schulzimmer, eine Garderobe

Die Container sind rund 20 m lang und 6 m breit, umfassen einen zentralen Eingang mit Garderobe und WC-Anlagen sowie zwei Schulzimmer. Sie bestehen aus nebeneinander gestellten Elementen, die 6 m lang und 2,5 m bereit sind.

Die Elemente werden mit Lastwagen angeliefert und dann mit einem Pneukran an die richtige Stelle gehoben. «Die Container sind isoliert und entsprechen dem Minergiestandard», sagt Dul. Mit einer Wärmepumpe können sie gekühlt oder beheizt werden.

Die Kosten für die Provisorien inklusive Miete liegen bei 3 Millionen Franken. In rund 3 Jahren werden die Schüler die Container verlassen, und die Schulanlage Margeläcker wird in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt.

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