Zeitsprung Industrie

Ausblick in die Zukunft: Grosse Bühne für die Badener Industrie – illustre Gäste inklusive

Baden unter Strom: Die Ausstellung in der Alten Schmiede, mit viel Liebe zum Detail gestaltet.

Baden unter Strom: Die Ausstellung in der Alten Schmiede, mit viel Liebe zum Detail gestaltet.

Stadt und Region stehen in den nächsten Monaten ganz im Zeichen von «Zeitsprung Industrie». Ein Besuch könnte sich auch für Schulklassen lohnen, die freien Eintritt geniessen.

Die Badener Industrie- und Arbeitswelt ist stark im Wandel. Die klassische Industrie verliert an Bedeutung, dafür siedeln sich zunehmend neue Technologien und Unternehmen an. Ab dem kommenden Wochenende blicken gleich zwei grosse Ausstellungs- und Veranstaltungsreihen auf die Industrien der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft. Im Kulturzentrum in der Alten BBC-Schmiede in Baden wird am Freitagabend mit viel Prominenz die Reihe «#ZeitsprungIndustrie Baden» eröffnet.

Zahlreiche Akteure aus Kultur, Bildung und Wissenschaft beteiligen sich an dieser Veranstaltungsreihe, die schon seit dem Herbst 2019 im Aargau unterwegs ist. In der Region Baden findet das Programm in rund 20 Institutionen statt. Es dauert bis zum 20. November und bietet Veranstaltungen unterschiedlichster Couleur.

Geschichte und Zukunft der Stromstadt Baden

Paralell zu «#ZeitsprungIndustrie» wird in der Alten Schmiede morgen Abend zudem die Erlebnisausstellung «Unter Strom – von den Industrie-Pionieren zur Zukunft der Region Baden» eröffnet. Dahinter steht der Verein Industriewelt Baden, der im Frühjahr 2018 in den ehemaligen BBC-Hallen im Trafo gegründet wurde.

«Die Ausstellung soll nicht einfach ein Blick in die Vergangenheit der Elektroindustrie in Baden sein», wie es Hans F. Walti vom Verein Industriewelt formuliert. «Sie soll aufzeigen, dass es schon immer Herausforderungen und Veränderungen gegeben hat, welche zu meistern waren. Die Ausstellung soll auch einen Ausblick in die Zukunft geben und Hoffnung machen, dass die neuen Herausforderungen genauso gemeistert werden können.»

Der Weg zur Ausstellung sei nicht immer einfach gewesen. Das Projektteam aus altgedienten Exponenten der Badener Elektroindustrie hat mit Unterstützung von Museumsdirektorin Carol Nater Cartier vom Historischen Museum und dem Badener Kulturbüro «imRaum» während rund zweier Jahre intensiv daran gearbeitet.

Beeindruckend ist das vielfältige Rahmenprogramm, das in den nächsten Wochen in der Alten Schmiede stattfindet. Neben einem Ausstellungsbistro und «Kultur und Kulinarik» an den Wochenenden gibt es Führungen für Schulklassen, Vereine und Firmen. Besonders die Schulen sind für den Verein Industriewelt ein wichtiges Zielpublikum, der Eintritt ist für die Klassen frei.

Vortragsreihe mit illustren Gästen

Eine Vortragsreihe nimmt historische und zukunftsorientierte Themen auf – auch aus der Geschichte der Stadt Baden, die so eng mit dem Schicksal der grossen Elektrounternehmen BBC/ABB, Motor-Columbus und NOK/Axpo, verknüpft ist. So referiert etwa der in Baden aufgewachsene Journalist und Historiker Markus Somm, der jüngst seine Dissertation über die «Elektropolis an der Limmat» publiziert hat, über die Wandlung von der Bäderstadt zur Industriestadt. Die Historiker Patrick Zehnder und Fabian Furter sprechen über «Brown Boveri auf dem Dorfe. Die Firma als Innovationstreiberin in der Region», und der alt Rektor der Uni Zürich und jetzige Präsident des ETH-Rates, Michael Hengartner, über die Zukunft von Lehre und Forschung.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1