«Zwei Jahre haben wir gebraucht, um für diese Sonderausstellung das Fotomaterial, die Karten und Informationen über die Familien zusammenzutragen», sagt Toni Meier.

In seinen Geschäftsräumlichkeiten ist das Kutschenmuseum untergebracht. Das sei Knochenarbeit gewesen, hat man doch bei unzähligen Türen angeklopft und nach Fotos gefragt, die um 1950 herum entstanden sind. Zusammengekommen sind gegen 2000 Bilder von Klassenzusammenkünften, Vereinsfesten oder etwa Grossfamilien, von denen 200 an der Ausstellung gezeigt werden.

Jedes Bild ist soweit möglich mit Personennamen oder Art der Liegenschaft dokumentiert. Tatkräftig unterstützt wurde Toni Meier dabei von Heinz Weisskopf, der sämtliches Fotomaterial digitalisierte und beschriftete. Mit von der Partie war auch Toni Merki, ehemaliger Gemeindeammann, der vor allem für das Zuordnen von Namen zu den passenden Personen auf den Fotos zuständig war. Walter Bräm wird eine Powerpoint-Präsentation erstellen, die an der Eröffnung im Museums-Beizli ablaufen wird.

Nicht minder interessant dürften die auf Isolierplatten aufgezogenen Luftaufnahmen sein, die das Dorfbild von Oberrohrdorf und Staretschwil um 1953 zeigen. Viele der Häuser konnten ihren damaligen oder zum Teil noch heutigen Besitzern zugeordnet werden.

Alle mit kleinen Fahnen versehenen Liegenschaften sind in Ordnern dokumentiert, die im Museum aufliegen. Somit dürfte die Ausstellung, die am 18. Mai um 11 Uhr beginnt und vom 19. bis 24. Mai täglich von 13.30 Uhr bis 16 Uhr geöffnet hat, nicht nur alteingesessene Oberrohrdorfer , sondern auch Neuzuzüger ansprechen. Die Ausstellung bleibt bis auf weiteres bestehen und kann auf Voranmeldung besucht werden.

An der Sonderausstellung kommt auch das leibliche Wohl nicht zu kurz. Im Apéroraum, der eigens für die Ausstellung ausgebaut wurde, sowie im Beizli und im Festzelt werden sowohl Thai-Food und Grilladen als auch Kaffee und Kuchen serviert.

«Am Freitag, 23. Mai, findet ein klassenübergreifender Ehemaligentreff bei uns statt. Alle sind willkommen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich», betont Meier.

Im Kutschenmuseum sind verschiedene Kutschen, Pferdegeschirre, Beschläge und Weiteres rund um das Pferd und seine Transportmöglichkeiten ausgestellt.

«Ich sammle seit über 30 Jahren alles, was sich im Kutschenmuseum ausstellen lässt. Und da ist einiges zusammengekommen», sagt Meier lachend und macht sich auf, um mit seinen Mitstreitern der Sonderausstellung noch den letzten Schliff zu verpassen.

Sonderausstellung «Landwirtschaft und Leute in Staretschwil und Oberrohrdorf um das Jahr 1950»  Vernissage 18. Mai 11 Uhr - 17 Uhr, Kutschenmuseum Oberrohrdorf