Bellikon
Ausstellung zeigt die Hausfrauen im Wandel der Zeit

Das Ortsmuseumwidmet der Hausfrau eine Sonderausstellung. Damit will der Museumsverein zeigen, wie sich deren Rolle im Laufe der Jahre verändert hat.

Britta Gfeller
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Irene Briner, Bigna Gasser, Josef Monn und Erhard Riesen (v.l.) zeigen in ihrer Ausstellung das Leben der Hausfrauen. Patricia Schoch

Irene Briner, Bigna Gasser, Josef Monn und Erhard Riesen (v.l.) zeigen in ihrer Ausstellung das Leben der Hausfrauen. Patricia Schoch

«Hinter jedem Mann steht eine starke Frau», sagt Irene Briner vom Museumsverein Bellikon. Die Frauen hätten früher dafür gesorgt, dass zu Hause alles rund läuft und so den Männern die Möglichkeit gegeben, sich auf die Arbeit zu konzentrieren. «Nur durch den Einsatz der Frauen konnte die Industrie funktionieren», sagt Briner. Deshalb widmet das Ortsmuseum den Hausfrauen eine Sonderausstellung. Im Zentrum stehen die Themen «Textiles, Familie und Soziales».

Fäden und Kontakte knüpfen

«Die Textilarbeit hatte viel mit dem Sozialleben zu tun», sagt Irene Briner. Die Frauen haben sich früher am Brunnen getroffen, um Wäsche zu waschen und sich auszutauschen. Auch die gemeinsame Handarbeit sei verbreitet gewesen. «Noch heute sind Redewendungen wie ‹Kontakte knüpfen›, ‹sich verbinden› oder ‹soziales Netzwerk› geläufig. Viele wissen jedoch nicht mehr, woher diese kommen.»

Eines der Ziele des Museumsvereins ist deshalb, den Leuten diese Zusammenhänge klarzumachen. Die Ausstellung zeigt unterschiedliche Handarbeitstechniken von früher und heute. Dazu werden viele Erzeugnisse und alte Geräte ausgestellt. «Spinnräder, Spindeln oder antike Nähmaschinen stammen aus der Sammlung des Ortsmuseums oder von befreundeten Personen», sagt Briner. Dem Museumsverein sei wichtig, dass die Besucher die Gegenstände anfassen können. «Sie sollen die Zeit erleben. So können sie sie besser verstehen», sagt Irene Briner. Die Ausstellung sei nicht nur für Hausfrauen spannend. «Schliesslich hat die Rolle der Frau das Leben von allen beeinflusst.»

Auch Josef Monn, Präsident des Museumsvereins, ist zufrieden mit der Ausstellung: «Zuvor hatten wir eine Ausstellung zur Blechindustrie. Diese war eine Männerdomäne. Nun ist es richtig, dass wir zeigen, was die Frauen zu der Zeit gemacht haben und wie sie lebten.»

Die Ausstellung im Ortsmuseum Bellikon ist von Dezember bis Mai jeweils am ersten Montag im Monat zwischen 17 Uhr und 19 Uhr geöffnet. Vernissage: Samstag, 24. November, 14 bis 18 Uhr.