Kündigungen
Ausstieg aus Kohlekraft: General Electric plant Stellenabbau in der Schweiz – 66 Jobs in Baden betroffen

General Electric Steam Power erwägt den Ausstieg aus dem Markt für den Neubau von Kohlekraftwerken. Für den Standort Baden würde dies den Verlust von 66 Stellen bedeuten.

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Keine neuen Kohlekraftwerke: Der Strategiewechsel bei General Electric hat Folgen für Schweizer Beschäftigte.

Keine neuen Kohlekraftwerke: Der Strategiewechsel bei General Electric hat Folgen für Schweizer Beschäftigte.

Keystone

(wap) Am Freitag unterbreitete General Electric Steam Power den lokalen Arbeitnehmervertretungen den Vorschlag zur Umsetzung der neuen Strategie, die einen Rückzug aus dem Markt für den Neubau von Kohlekraftwerken vorsieht. Der Standort Baden wäre dadurch von einem Abbau von insgesamt 66 Stellen betroffen. Dies gab General Electric (GE) auf Anfrage von CH Media bekannt.

Das Unternehmen sei sich der grossen Verantwortung bewusst und biete den Betroffenen neben einem Sozialplan Hilfe bei der Stellensuche. Endgültig beschlossen sei der Stellenabbau jedoch noch nicht. Erst würden Konsultationen in der Schweiz und auf europäischer Ebene durchgeführt. Ein Abbau steht auch bei der GE-Tochter Fieldcore an, dort sind gemäss GE 17 Stellen betroffen. Die Angestellten könnten aber zum Teil von GE Steam Power übernommen werden.

Der Stellenabbau ist nicht der erste in diesem Jahr: Auch bei der GE Grid in Oberentfelden und der GE Gas in Baden sollen Arbeitsplätze verschwinden. Die GE verkünde Entlassungen mittlerweile im Monatsrhythmus, kritisieren Personalverbände, Gewerkschaften und Personalvertretung in einer gemeinsamen Medienmitteilung. Sie werfen der GE «Salamitaktik» vor und kündigen Widerstand an.