Baden
Axpo baut 300 Stellen ab – Stadtammann Geri Müller ist trotzdem zuversichtlich

Der angekündigte Abbau von 300 Stellen beim Stromkonzern Axpo mit Sitz in Baden sei für den Stadtrat «zwar schmerzlich, aber keine Überraschung». Dies sagt Stadtammann Geri Müller auf Anfrage der az.

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Axpo baut Stellen ab, Geri Müller sagt: «Ich bin überzeugt, dass die Axpo diese unerfreuliche Situation auch zu nutzen weiss, um Verbesserungen einzuleiten und nach Innovationen zu suchen.»

Axpo baut Stellen ab, Geri Müller sagt: «Ich bin überzeugt, dass die Axpo diese unerfreuliche Situation auch zu nutzen weiss, um Verbesserungen einzuleiten und nach Innovationen zu suchen.»

zvg/Keystone

«Ich habe mit CEO Andrew Walo schon vor einiger Zeit gemeinsame Gespräche geführt», so Müller. Dabei habe sich bereits gezeigt, dass die eingebrochenen Zahlen unweigerlich einen Stellenabbau zur Folge haben würden.

Den Abbau von 300 Stellen innerhalb von drei Jahren wolle er keineswegs verniedlichen, sagt Müller, schliesslich stünden hinter jedem Arbeitnehmer noch Menschen oder Familien. Die Axpo sei allerdings in acht verschiedenen Kantonen tätig, sodass es sicher nicht allein die Stadt und die Region Baden treffen werde. Laut Axpo würden aber auch neue Stellen geschaffen, gibt Müller zu bedenken.

Laut einem Axpo-Sprecher steht man bezüglich dieses Abbaus erst am Anfang und hofft, einen Teil über natürliche Fluktuation und Frühpensionierungen aufzufangen. Es ist zudem unklar, ob und wie stark die wichtigen Axpo-Standorte Baden und Zürich betroffen sein werden. «Im Sommer werden wir diesbezüglich mehr wissen», wie es heisst, «dann wissen wir auch definitiv, welche Bereiche es treffen wird.»

Am Standort Baden gehört die Axpo zusammen mit der ABB und der Alstom - punkto Übernahmepoker des französischen Industrieriesen gab es gestern ebenfalls Neuigkeiten - zu den drei grossen Firmen der Energiebranche.

Sie zählen aber auch zu den besten und bislang sicheren namhaften Aktiensteuerzahlern. Natürlich seien Abbaumeldungen keine guten Nachrichten, aber es gibt laut Müller Hoffnung: «Ich bin überzeugt, dass die Axpo diese unerfreuliche Situation auch zu nutzen weiss, um Verbesserungen einzuleiten und nach Innovationen zu suchen.» (-rr-/nik)