Baden
az-Spendenaktion für Ruanda: Eine Viehspende hilft Armen

Die az-Spendenaktion für Ruanda ist in vollem Gange. Die Viehspenden liefen in all den Jahren so gut, dass weit über Ruanda hinaus Vieh verteilt werden konnte. Jetzt soll aber der Spendenschwerpunkt auf Waisenkinder wechseln.

Katja Ramseier
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Heidi Arrigoni, Kathi Zimmermann und Franziska Haas (von links) im Spendenbüro.

Heidi Arrigoni, Kathi Zimmermann und Franziska Haas (von links) im Spendenbüro.

Emanuel Freudiger

In Vierer-Gruppen wird halbtägig gearbeitet. Telefone werden entgegengenommen, Spendenbeträge notiert und Einzahlungen bereitgelegt - das Team in Baden, das die Spenden für die Stiftung «Margrit Fuchs» (siehe az vom 4. Dezember und Der Sonntag vom 9. Dezember) entgegen nimmt, arbeitet auf Hochtouren. Im Redaktions-Konferenzraum der Aargauer Zeitung nimmt das rund 20-köpfige Team seit dem 4. Dezember Spendentelefone entgegen. «Besonders morgens, wenn die az-Leser den Spendenaufruf sehen, gehen viele Telefonate ein», sagt Kathi Zimmermann. Zusammen mit Heidi Arrigoni und Franziska Haas ist sie für diese Nachmittagsschicht eingeteilt.

Seit 19 Jahren wird gesammelt

Alles begann im Jahre 1993: Der Brugger Redaktor Edgar Zimmermann platzierte am 21. Dezember einen Spendenaufruf für Margrit Fuchs Hilfswerk in der Aargauer Zeitung. Die Folgen: Das Telefon im Brugger Redaktionsbüro klingelte ohne Unterbruch. 200'000 Franken wurden dadurch eingenommen. Seither findet die Spendeaktion der Aargauer Zeitung für Ruanda alle Jahre statt.

Jeder Franken geht nach Ruanda

Für 300 Franken kann einer Familie eine Kuh, für 80 Franken eine Milchgeiss und für 50 Franken ein Schwein gespendet werden. «Wir haben auch Anrufer, die eine ganze Herde spenden», sagt Kathi Zimmermann. «Das Schöne ist, dass wirklich jeder Franken nach Ruanda fliesst», so Zimmermann. So werden die Räumlichkeiten für die Spendeaktion sowie das Material von der az Aargauer Zeitung zur Verfügung gestellt und das Ruanda-Team arbeitet ehrenamtlich.

Die Viehspenden liefen in all den Jahren so gut, dass weit über dem eigentlichen Radius in Ruanda Vieh verteilt werden konnte. «Das ist sehr zufriedenstellend», sagt Zimmermann. «Nun ist es aber an der Zeit, den Schwerpunkt zu wechseln.» Das Ziel: Mehr Spenden für Waisenkinder. Für 150 Franken kann man die Unterstützung eines Waisenkindes für ein Jahr gewährleisten. «Das heisst, die Krankenkassenkosten werden übernommen und wo nötig werden Medikamenten und Lebensmitteln verteilt», so Zimmermann. Für 150 Franken kann man zudem das Schulgeld eines Kindes für ein Jahr übernehmen. «Bisher liefen die Einnahmen zufriedenstellend», sagt Zimmermann. «Hoffen wir, dass es so bleibt.»

Spenden: Noch bis zum 22. Dezember via Telefon: 058 200 50 25 (werktags 8 bis 12 und 13.30 bis 17.30 Uhr) oder via E-Mail: vieh.ruanda@azmedien.ch. Mehr Infos zum Hilfswerk auf www.ruanda.ch.

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