Baden
Schweizweit Spitzenreiter: «5400-Gin» räumt erneut ab – jetzt soll ein eigenes Tonic entstehen

Stefan Wetzel gewinnt an den «World Gin Awards» die Goldmedaille. Trotz Erfolg bedeutet Corona auch für ihn einen Rückschlag.

Sharleen Wüest
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«Es ist in unserem Gebiet die namhafteste Auszeichnung», sagt Stefan Wetzel. (Hier mit seinem Team abgebildet, v.l.n.r: Oliver Honegger, Merlin Kofler, Oscar Martin und Stefan Wetzel)

«Es ist in unserem Gebiet die namhafteste Auszeichnung», sagt Stefan Wetzel. (Hier mit seinem Team abgebildet, v.l.n.r: Oliver Honegger, Merlin Kofler, Oscar Martin und Stefan Wetzel)

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Bereits im April 2020 konnte der Badener «5400»-Gin einen Erfolg feiern. Er wurde an den «Swiss Whisky, Rum & Gin Awards» in der Kategorie «Gin» mit der Silbermedaille ausgezeichnet – und verpasste um ein Haar Gold. Nicht ganz ein Jahr später gelingt es Stefan Wetzel, mit seiner Kreation an den «World Gin Awards» Gold zu erreichen. Das Badener Getränk gilt in der Kategorie «London Dry Gin» als schweizweiter Spitzenreiter. «Es ist in unserem Gebiet die namhafteste Auszeichnung», freut sich der Badener Architekt, Hotel- und Restaurantbesitzer.

Die Auszeichnung, welche Stefan Wetzel für seinen Gin erhalten hat.

Die Auszeichnung, welche Stefan Wetzel für seinen Gin erhalten hat.

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Im Gegensatz zur letztjährigen Auszeichnung konnten die Podestplätze pro Land nur mit einem Gin besetzt werden. Auch Wetzels Geschäftspartner Oscar Martin konnte mit dem Turicum Gin seiner Zürcher Destillerie Erfolge feiern. Er erhielt die Silbermedaille. Insgesamt wurden über 130 verschiedene Gins aus mehr als 30 Ländern degustiert und bewertet. Die Geschmacksbeurteilung erfolgte in zwei Runden. In der Jury sassen Branchenexperten sowie internationale und führende Journalisten.

Konsum hat im März 2020 zugenommen

Neben dem Erfolg spürt auch Wetzel die Auswirkungen der Pandemie. «Wir haben im letzten Jahr über 3000 Flaschen verkauft. Unser Ziel waren 5400 Flaschen», erzählt der 54-Jährige. Doch er behält das Ziel für 2021 vor Augen.

Der Gin-Konsum habe vor allem im März 2020 im Onlinehandel stark zugenommen. Dennoch: «Langfristig können die Verluste im Gastrobereich nicht kompensiert werden», sagt Wetzel. Den grössten Umsatz macht sein Produkt in Bars.

«Wir möchten ein eigenes Tonic erstellen»

Auf den Badener Architekten kommen noch einige spannende Projekte zu. Der Gin könnte bald auch am Flughafen Zürich im Duty-Free-Shop zu finden sein. Entschieden ist noch nichts, die Gespräche wurden coronabedingt auf Eis gelegt. Auch einen Pop-up-Shop kombiniert mit einem Gin-Lab hat Wetzel auf dem Radar. So können Interessierte mehr über die Herstellung des Getränks erfahren und dort ihren eigenen Gin machen. Und was wäre ein Gin ohne Tonic? Stefan Wetzel erzählt: «Wir würden gerne ein eigenes Badener Tonic herstellen, im Moment entwickeln wir das Rezept. Sind wir damit zufrieden, kommt es im Herbst auf den Markt.»

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