Baden
Bekenntnis zum Standort: Gipfelikönig Fredy Hiestand investiert in Badener Produktionsstätte

Vor knapp 20 Jahren hat sich der Bäckerpionier mit seiner Fredy's AG in Baden niedergelassen. Jetzt erweitert das Unternehmen mit einem umfassenden Ausbau seine Kapazitäten.

Sarah Kunz
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Die beiden äusseren Mehlsilos der Fredy's AG in Baden sollen ersetzt werden, um mehr Kapazität zu erhalten.

Die beiden äusseren Mehlsilos der Fredy's AG in Baden sollen ersetzt werden, um mehr Kapazität zu erhalten.

Bild: Severin Bigler

Seit 2003 betreibt Gipfelikönig Fredy Hiestand mit seiner Fredy's AG in Baden eine Produktionsstätte für Gipfel, Brote, Feinbackwaren und süsse Köstlichkeiten. Zwar hält sich der Bäckerpionier mittlerweile eher im Hintergrund, seine Philosophie wird vom Unternehmen jedoch weiterhin gelebt: «Fredy's» bezieht die Rohstoffe ausschliesslich regional und verwendet pestizidfreies Schweizer Mehl, um nachhaltige, ressourcenschonende und vitaminreiche Backwaren herzustellen. Diese liefert die Firma an Restaurants, Hotels und diverse Detailhändler in der ganzen Schweiz.

Ein Baugesuch, das derzeit bei der Badener Stadtverwaltung aufliegt, verrät: Jetzt baut das Unternehmen seinen Standort in Baden aus. Gemäss des Baugesuchs sollen die beiden Mehlsilos am hinteren Ende des Fabrikgebäudes an der Neuenhoferstrasse 109 durch grössere Aussensilos ersetzt werden.

Hinter den Türen der Produktionsstätte tut sich aber noch mehr: Wie Geschäftsführerin Jeannette Müller auf Anfrage verrät, erweitert die Firma die Teigerei mit sechs neuen Teigknetern, wandelt Büroräumlichkeiten in Produktionsfläche um und erneuert die Schock- und Tiefkühlanlage. Weiter soll der Maschinenpark ersetzt und erweitert werden.

Ziel des Umbaus: Mehr Kapazität und optimierte Prozesse

Zwei Punkte sind gemäss Müller für die Investition ausschlaggebend gewesen:

«Wir wollten zum einen unsere Kapazitäten erweitern und zum anderen unsere Arbeitsprozesse optimieren.»

Aufgrund von höheren Produktionsvolumen sollen die Abläufe für die Mitarbeitenden möglichst ideal gestaltet werden. Deshalb sei jetzt der richtige Zeitpunkt für den Umbau.

«Diese Investition ist unser klares Bekenntnis zum Standort Baden», sagt Müller. «Damit wollen wir uns für die Zukunft rüsten und unsere Arbeitsabläufe durch den Platzgewinn optimieren.» Der Standort in Baden sei optimal, da die Stadt geografisch zentral und direkt an der Autobahn gelegen ist – ein grosser Vorteil für das Unternehmen, das schweizweit Kunden beliefert.

Die Arbeiten haben Ende Mai bereits begonnen und werden voraussichtlich im Frühling 2022 abgeschlossen. Auf die Produktion hat der Umbau gemäss Geschäftsführerin Müller keinen grossen Einfluss.

Dank klarer Philosophie gut durch die Krise

Momentan beschäftigt «Fredy's» 140 Mitarbeitende an den zwei Standorten in Baden und in Birmenstorf. Wie Müller sagt, sucht die Firma jetzt aber weiteres Personal – auch in Hinblick auf den Ausbau. In den vergangenen eineinhalb Jahren sind bereits 20 neue Mitarbeitende hinzugekommen. Und das zum Zeitpunkt einer weltweiten Krise.

Zwar zog die Pandemie nicht spurlos an «Fredy's» vorbei – schliesslich brach der Absatz in der Gastronomie während der beiden Lockdowns komplett weg. «Im Grossen und Ganzen sind wir aber gut durch die Krise gekommen», sagt Müller. Die Pandemie habe einen entscheidenden Fokus gebracht und die bewährte Philosophie von Inhaber Fredy Hiestand bestärkt. Müller sagt:

«Weil die Krise die Nachhaltigkeit und Regionalität wieder mehr ins Bewusstsein gerückt hat, konnten wir von diesem Umdenken profitieren. Das ermutigt uns, weiterhin mit dieser Linie zu fahren und unser Unternehmen in diesem Sinne auszubauen.»
Inhaber Fredy Hiestand mit den Geschäftsführern Jeannette Müller und Bojan Cepon vor dem Holzofen in Baden

Inhaber Fredy Hiestand mit den Geschäftsführern Jeannette Müller und Bojan Cepon vor dem Holzofen in Baden

Bild: zvg

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