Baden
Fantoche: Namhafte Rücktritte beim internationalen Festival für Animationsfilm

Die ehemalige Ständerätin Christine Egerszegi-Obrist zieht sich wegen Terminkollisionen von ihrer Aufgabe als Fantoche-Präsidentin zurück. Auch Vorstandsmitglied Roy Oppenheim gibt sein Engagement auf. Wer auf die beiden folgt, gab der Verein auch gleich bekannt.

Merken
Drucken
Teilen
Christine Egerszegi am 1. September 2020 an der Eröffnungsfeier der 18. Fantoche-Ausgabe im Trafo in Baden.

Christine Egerszegi am 1. September 2020 an der Eröffnungsfeier der 18. Fantoche-Ausgabe im Trafo in Baden.

Sandra Ardizzone
(az)

Fantoche, das in Baden stattfindende internationale Festival für Animationsfilm, hat einige Wechsel im Vorstand zu verkünden. So tritt Präsidentin Christine Egerszegi-Obrist nach drei Jahren an der Spitze ab. Auch Publizist Roy Oppenheim, seit 2013 im Vorstand, zieht sich zurück.

Publizist Roy Oppenheim wurde im vergangenen Jahr 80 Jahre alt. Er war seit rund sieben Jahren im Fantoche-Vorstand aktiv.

Publizist Roy Oppenheim wurde im vergangenen Jahr 80 Jahre alt. Er war seit rund sieben Jahren im Fantoche-Vorstand aktiv.

Sandra Ardizzone

Die ehemalige Ständerätin Egerszegi war seit 2017 Mitglied des Vorstands und seit 2018 Präsidentin. Sie tritt aufgrund von Terminkollisionen mit ihren Aufgaben als Präsidentin von Arta (Alte Reithalle/Tuchlaube) zurück. «Die jährliche Saisoneröffnung der Bühne Aarau findet gleichzeitig mit dem Festival in Baden statt», erklärt sie in der Mitteilung des Vereins. Beides verlange vollen Einsatz an zwei Orten. Deshalb habe sie sich entschieden, das Präsidium in neue Hände zu geben.

«Unter Egerszegis Schirmherrschaft ist es dem Verein gelungen, sich solide finanziell aufzustellen und weiter zu wachsen», ist der Mitteilung weiter zu entnehmen. «Christine Egerszegi ist für mich schon seit langem ein herausragendes ‹Role-Model›», schwärmt Fantoche-Direktorin Annette Schindler, die Mitte Januar ebenfalls ihren Abschied bekanntgegeben hat und die Gesamtleitung nach der diesjährigen Ausgabe im September abgeben wird. «Die Gelegenheit, mit ihr zusammenzuarbeiten, war für mich wie die Erfüllung eines Wunschtraums», schreibt Schindler über Egerszegi. Besonders im Pandemie-Jahr habe sie einen stabilisierenden Sondereinsatz geleistet, weshalb das Festival gut und sicher durchgeführt werden konnte. Zur Erinnerung: Die 18. Ausgabe im September vergangenen Jahres war das erste Filmfestival in der Schweiz, das seit dem Lockdown wieder stattfinden konnte.

Monika Schärer und Peter Erismann sind die Neuen

Fernsehfrau Monika Schärer nimmt neu im Fantoche-Vorstand Einsitz.

Fernsehfrau Monika Schärer nimmt neu im Fantoche-Vorstand Einsitz.

Hanspeter Bärtschi / SZ

Auf Christine Egerszegi und Roy Oppenheim folgen Kulturjournalistin und Film-Produzentin Monika Schärer sowie Kulturmanager Peter Erismann. Monika Schärer hat die Co-Leitung der Zürcher Filmproduktionsmanufaktur Topicfilm inne, Peter Erismann ist seit 2020 Geschäftsführer eines Berner Musik-Ensembles.

Peter Erismann ist Geschäftsführer des Musik-Ensembles Proton Bern.

Peter Erismann ist Geschäftsführer des Musik-Ensembles Proton Bern.

Sandra Ardizzone (2019)

Präsident ad Interim wird neu Simon Spiegel. Weiterhin im Vorstand sind ausserdem Anita Merker, Susanna Kumschick, Willi Bollhalder und Petra Miersch.