Baden
Hightech-Experten ermitteln Geodaten: «Der Boden ist voller Infrastruktur und der Wert davon immens»

In Baden besteht seit einigen Monaten das Kompetenzzentrum geoPro Suisse, ins Leben gerufen von vier Aargauer Stadtwerken.

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Christine Zenz / Aargauer Zeitung

Vermessungsspezialisten auf Strassen und Baustellen sind ein vertrauter Anblick. Wie wichtig ihre Arbeit heutzutage ist, dürfte vielen nicht klar sein: Ohne Geoinformationen könnten weder Fernwärme, selbstfahrende Autos oder neue Quartier realisiert werden.

Durch Geoinformationen lassen sich Informations- und Kommunikationssysteme von Gebäuden, Arealen und das Versorgungssystem verknüpfen und effizient nutzen.

Fachwissen gebündelt

Für das Hightech-Gebiet Geoinformation besteht in Baden seit Frühling ein Kompetenzzentrum: Die Regionalwerke Baden, SWL Energie Lenzburg, die Zofinger StWZ Energie und die Suhrer TBS haben ihr Fachwissen gemäss Mitteilung gebündelt und gemeinsam die geoPro Suisse gegründet.

Rund 40 Expertinnen und Experten dokumentieren und analysieren für Stadtwerke und Gemeinden die Netzinfrastruktur mit unterirdischen Positionen von Strom-, Gas- und Wasserleitungen oder Glasfasernetzen.

Geschäftsführer ist der 55-jährige Physikingenieur Cédric Aubert. Er sagt:

«Der Boden ist voller Infrastruktur und der Wert davon immens.»

Die Daten von geoPro Suisse nutzen öffentlichen Institutionen und Unternehmen, um grössere Gebiete weiterzuentwickeln und das Potenzial für Ausbau und optimale Nutzung erneuerbarer Energien zu ermitteln. Aktuell etwa entwickelt geoPro Suisse ein dreidimensionales Modell der Stadt Baden. Das ermöglicht neue Visualisierungswege für die Entwicklung von Quartieren und Arealen.

Das Modell verbindet die nicht sichtbare Infrastruktur im Boden mit der dritten Dimension in der Höhe. Damit soll noch genauer eruiert werden, wo die Versorgungsinfrastruktur optimal aufeinander abgestimmt und angeschlossen werden kann.

Die neuen, flexibel nutzbaren Geschäftsräume der geoPro Suisse an der Rütistrasse in Baden unterstreichen den Aufbruch in eine gemeinsame Zukunft: Es gibt keine fixen Arbeitsplätze und keine Einzelbüros, stattdessen einen Raum mit drei Zonen: das Atelier, der Teambereich und der «Garten» sorgen für ein kreatives Arbeitsklima. (az)

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