Baden
Jazz vom Feinsten im Isebähnli: Am 4. Oktober startet das 1284. Konzert des Vereins «Jazz in Baden»

Seit über 40 Jahren veranstaltet der Verein «Jazz in Baden» Konzerte in der Beiz. Am 4. Oktober ist es wieder soweit. Auch dieses Jahr warten internationale Musiker und eine unkomplizierte Atmosphäre.

Beat Blaser
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Der Saxophonist Domenic Landolf wir dieses Jahr im Isebähnli auftreten.

Der Saxophonist Domenic Landolf wir dieses Jahr im Isebähnli auftreten.

Zvg / Aargauer Zeitung

Wie werden wir diesen Herbst und Winter mit Kultur versorgt werden? Eher knapp oder bekommen wir endlich wieder das glücklich machende volle Programm? Vieles ist noch offen, aber Hoffnung besteht! Stürzen wir uns also rein ins Vergnügen, am besten gleich am Montag, 4. Oktober im Badener Stadtbistro Isebähnli.

Seit über vierzig Jahren veranstaltet der «Verein Jazz in Baden» Konzerte in einer Badener Beiz, seit mehr als der Hälfte dieser Zeit im Isebähnli an der Bahnhofstrasse 10. Längst sind die Konzerte kein Geheimtipp mehr, jede und jeder, der/die im Schweizer Jazz und darüber hinaus Relevantes zu sagen hatte und hat, spielte hier, und das Publikum war begeistert dabei.

Musiker aus Baden, Skandinavien und den USA

Musiker aus Baden, Skandinavien und den USA Seit jeher gehört zur Musik das kühle Bier, die berühmten Spaghetti und das Glas Roten. Und eigentlich gehört es auch dazu, Mitglied in diesem Verein zu sein - kostet fast nichts und berechtigt zum ermässigten Eintritt bei dreissig Konzerten während des Winterhalbjahres. Für zehn Franken bekommt man jeweils zwei Stunden Jazz vom Feinsten. Seit jeher pflegt der Verein vorab den Jazz aus der Schweiz. Dabei sind auch in der Saison 2021/22 wieder Entdeckungen zu machen: Der Trompeter Fortunat Häfliger etwa, oder der Aargauer Saxophonist Christoph Huber, der endlich mit seinem Quartett im Isebähnli gastiert.

Neben ihnen bekommen auch Musiker Gelegenheit ihren «State of the Art» zu zeigen, die schon oft auf der Isebähnli-Bühne standen, Leute wie der Badener Christoph Gallio oder die Gebrüder Arbenz aus Basel. Aber natürlich sind auch immer wieder internationale Gäste zu hören, Musikerinnen und Musiker aus Deutschland, Holland, Skandinavien und den USA.

Es braucht nur offene Ohren und Lust an der Musik

Das Schöne an den Konzerten im Isebähnli ist – ausser all den Dingen die schon gesagt wurden – ihre Unkompliziertheit. Man sitzt am Tisch mit einem Bier vor sich, die Musiker sind nah und nahbar und gern bereit, etwas zu ihrer Kunst zu erzählen, und wer die benötigte Portion Musik intus hat, macht sich auf den Heimweg. Nichts da mit grosser Abendtoilette und Angst in ein gesellschaftliches Fettnäpfchen zu treten, das Einzige was dabei sein muss, sind offene Ohren und die Lust an musikalischen Entdeckungen.

Und die kann man gleich im ersten Konzert der Saison, dem Konzert Nummer 1284 (!) machen: Domenic Landolf ist einer der aufregendsten Saxophonisten Europas, ihn noch nie live erlebt zu haben ist fast eine kulturelle Unterlassungssünde. Nichts wie hin also, am 4. Oktober abends ins Isebähnli.

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