Baden Magisch
«Baden Magisch» bot eine gelungene Mischung aus Zauberei, Kunst und Kabarett

Schreien, jubeln, klatschen und stampfen – wer denkt, so ausgelassen seien nur die Anderen der täuscht. Beim sechsten «Baden Magisch», das im Kurtheater stattfand, liessen sich die Zuschauer verzaubern.

Daniela Poschmann
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«Baden Magisch» wurde bereits zum sechsten Mal durchgeführt
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Die Zuschauer im Kurtheater liessen sich verzaubern.
Topas aus Deutschland führte durchs Programm
Baden magisch bot eine gelungene Mischung aus Zauberei, Kunst und Kabarett
Roxanne
Roxanne steht für kurze Zeit im Glitterregen auf der Theaterbühne.
Roxanne
Die Magierin versteht es, ihre Weiblichkeit zu nutzen
Roxanne
Roxanne
Roxanne
Roxanne
Roxanne
Roxanne
Roxanne
Roxanne
Der Schweizer Magier Christian Bischof las die Gedanken zweier Kandidaten
Topas
Topas
Topas
Topas
Cubic Act mit ihrem Würfel
Südkoreaner An Ha Lim
An Ha Lim

«Baden Magisch» wurde bereits zum sechsten Mal durchgeführt

Daniela Poschmann

Zweimaliger Weltmeister der Manipulation, «Magier des Jahres» in Deutschland und den USA und Moderator dieses internationalen Festes der Magie: Der Schwabe Topas führte das Publikum nicht nur durch die Show, sondern beeindruckte immer wieder mit vermeintlich einfachen Tricks aus Kindertagen. Vorab bat er das Publikum, etwas Neues und Sensationelles zu honorieren, in dem alle ausflippen, kreischen oder «dem Nachbarn in die Schulter beissen». Er hatte den Saal im Griff – fast zumindest. Einem Geheimnis war er den ganzen Abend auf der Spur: Was macht die Zuschauerin aus der ersten Reihe beruflich?

Mal mystisch-elegant, dann wieder wild und ungezähmt präsentierte sich seine Partnerin Roxanne. Als international erfolgreiche Magierin ist sie in der Branche eine Rarität und versteht es, ihre Weiblichkeit zu nutzen. Ob im schnellen Wechsel der Lippenfarbe, im rasanten Wandel der Haarfrisuren oder mit einem leicht hexischen Touch, sie setzt sich gekonnt in Szene. Eines steht fest, sie ist Vollblutkünstlerin, doch was macht eigentlich die Dame aus der ersten Reihe? Topas lässt nicht locker, rät ein ums andere Mal, aber sie bleibt verschlossen. Eine Herausforderung für den Entertainer.

Ein geheimnisvoller Würfel

Ebenfalls geheimnisvoll gibt sich das französische Trio «Cubic Act». In der Sparte Grossillusion belegten sie an der Europameisterschaft der Zauberkunst 2011 den ersten Platz und erreichten damit ihren internationalen Durchbruch. Als verquere Pantomime versuchten sie das Geheimnis eines grossen Würfels zu entschlüsseln, der ein scheinbar federleichtes Eigenleben führte. Er schwebte oder stellte sich auf eine Ecke, verschluckte Bänder und gab neue preis und offenbarte schliesslich die Dritte im Bunde, die sich in ihm versteckt hielt. Dazu die in schlichtem schwarz-weiss gehaltene Inszenierung und das Publikum war verzaubert.

Christian Bischof brachte daraufhin die Realität zurück und mit ihr ein Flair à la 1990er-Jahre «Herzblatt»-Moderation. Als Schweizermeister las er nicht nur die Gedanken zweier Kandidaten, sondern versuchte auch, die Schuhfetischistin mit dem Maserati-Fan zu verkuppeln. Ein Künstler der Karten

Das Finale bestritt der persönliche «Lieblingskünstler» von Topas, der Südkoreaner An Ha Lim. Virtuos zauberte er in einer Schnelligkeit Karten hervor, aus der Hand, dem Mund, dem Rücken, wie man es zuvor selten gesehen hat – ein magischer Moment. Topas’ eigene Momente waren ebenso von einer beeindruckenden Fingerfertigkeit geprägt. Er liess Bälle verschwinden und wieder auftauchen, presste Saft, ohne die Orange zu berühren, doch eines vermochte er nicht. Der Dame aus der ersten Reihe ihr Geheimnis zu entlocken.