Baden-Rütihof
Twerenbold sagt Coronaviren mit speziellen Ionenfiltern den Kampf an und lanciert damit den Reisesommer

Die Pandemie hat Hygiene stark in den Vordergrund gerückt. Der Badener Reiseveranstalter hat die Lüftungssysteme von über 65 seiner Busse deshalb mit der neusten Technologie ausgestattet.

Sarah Kunz
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Twerenbold hat über 65 seiner Reisebusse mit sogenannten Pure-Air-Ionenfiltern ausgestattet.

Twerenbold hat über 65 seiner Reisebusse mit sogenannten Pure-Air-Ionenfiltern ausgestattet.

Severin Bigler / AGR

Die Reisebranche hat wegen der Coronakrise harte Zeiten hinter sich. Mit den Lockerungen und der Aussicht auf einen mehr oder weniger normalen Sommer kommt die Reiselust aber endlich wieder auf. Der Badener Reiseveranstalter Twerenbold lanciert deshalb mit ersten Auslandreisen und Tagesausflügen die Reisesaison 2021 – und wartet dafür mit einer neuen Technologie auf, die Sicherheit und Gesundheit an Bord nochmals stärker in den Vordergrund rückt.

Twerenbold hat über 65 seiner Reisebusse mit sogenannten Pure-Air-Ionenfiltern ausgestattet. In den modernen Bussen wird Frischluft durch ein Filtersystem von oben eingeblasen und über ein Abluftsystem wieder aus dem Fahrzeug befördert. «So findet ein permanenter Luftaustausch statt», sagt Geschäftsleiter André Wildberger. Mithilfe der eingebauten Ionenfilter werde die eintretende Frischluft nun mit aktiven Ionen angereichert, wodurch Viren, Bakterien und Feinstaub unschädlich gemacht werden. Konkret lagern sich geladene Ionen an Partikeln in der Luft an und bündeln diese durch ihre elektrostatische Wirkung zu grösseren Clustern. Diese können dann von einem Luftreiniger besser gefiltert werden als Einzelpartikel.

Das Badener Reiseunternehmen Twerenbold hat sein Lüftungssystem mit Pure-Air-Ionenfiltern ergänzt.

Das Badener Reiseunternehmen Twerenbold hat sein Lüftungssystem mit Pure-Air-Ionenfiltern ergänzt.

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Hersteller versichert: Die Filter sind ungefährlich

Während dieses Prozesses bilden Ionisatoren als Nebenprodukt aber das Gas Ozon, das in grossen Mengen schädlich für die Atemwege sein kann. Wie das Bundesamt für Gesundheit auf Anfrage mitteilt, seien solche Filter jedoch harmlos, solange die Ozon-Konzentration unter dem vorgegebenen Richtwert liegt. Der Reiseveranstalter gibt Entwarnung: «Bei den Ionenfiltern handelt es sich um ein bewährtes Produkt des niederländischen Busherstellers VDL, von welchem wir unsere Reisebusse beziehen», sagt Wildberger. «Der Hersteller steht dafür ein, dass der Ionisierungsprozess für Mensch und Umwelt unschädlich ist.»

Das Reiseunternehmen erklärt, wie die Ionenfilter funktionieren.

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Trotz dieser neuen Technologie gelten an Bord sowie an den Reiseterminals weiterhin die gängigen Sicherheitsvorkehrungen. Wie Wildberger sagt, würde eine Änderung der Massnahmen mit den entsprechenden Anpassungen der Gesundheitsvorschriften einhergehen. Solange in der Schweiz also eine Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr gilt, muss die Maske auch in den Twerenbold-Bussen getragen werden.

Reisen ins benachbarte Ausland sind besonders beliebt

Mit den Lockerungen steigen bei Twerenbold nun endlich auch die Buchungszahlen wieder. «Wir verspüren eine enorme Reiselust», sagt Wildberger. Besonders beliebt seien derzeit touristische Reisen und insbesondere Veloreisen ins benachbarte Ausland nach Italien, Österreich, Frankreich und zunehmend auch wieder nach Deutschland. «Im Moment wollen die Kunden wohl einfach wieder einmal andere Luft schnuppern», sagt Wildberger.

Seit wenigen Wochen würden sich die Buchungen also erfreulich entwickeln, wenngleich noch immer auf weniger hohem Niveau als in den Jahren vor der Pandemie. «Letztlich sind wir nach wie vor von unterschiedlichen Restriktionen betroffen, die das Reisen erschweren», sagt Wildberger. «Es ist aber ein wirklich gutes Gefühl, dass wir unsere Reiseziele nun laufend wieder freigeben können.»

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