Baden Regio
Baden rüstet sich für Zukunft: Neuzuzüger soll im Zentrum wohnen

Die Gemeinden in der Region Baden haben das Regionale Entwicklungskonzept (REK) verabschiedet. Damit macht sich der Bezirk auf das erwartete Bevölkerungswachstum bereit. Ein Grossteil soll sich im Zentrum niederlassen.

Dieter Minder
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Blick vom Heitersberg über Neuenhof und Wettingen zur Lägern. AZ Archiv/WAL

Blick vom Heitersberg über Neuenhof und Wettingen zur Lägern. AZ Archiv/WAL

135 000 Einwohner zählt der Bezirk Baden. Bis 2030 dürften rund 20 000 dazu kommen. Über ihre möglichen Wohn-, Arbeits- und Erholungsorte gibt das Regionale Entwicklungskonzept (REK) des Planungsverbandes Baden Regio (siehe Box) Auskunft.

Der vom Wettinger Gemeindeammann Markus Dieth präsidierte Vorstand des Verbandes hat das REK verabschiedet. Es ist zwar nicht behördenverbindlich, zeigt aber die Stossrichtung und die Grundsätze für die Entwicklung der Region.

Baden Regio: Das Planungsgremium auf regionaler Ebene

Die Planungsgruppe Baden Regio ist einer von 13 Planungsverbänden im Aargau. Sie umfasst 20 Gemeinden. Jede Gemeinde stellt im Vorstand einen Delegierten, Gemeinden mit mehr als 10 000 Einwohnern haben zwei Delegierte. Gegründet wurde die Organisation 1947 als Regionalplanungsgruppe Baden und Umgebung. 1979 wurde sie in Planungsgruppe Region Baden Wettingen umbenannt. Seit 1993 heisst sie Baden Regio und hat ihren Sitz in Wettingen. Am 1. Januar 2015 werden Gemeinden der bisherigen Planungsgruppe Rohrdorferberg-Reusstal dazu stossen. Die Planungsgruppen erarbeiten die regionalen Grundlagen für die kantonalen Planungen und sorgen dafür, dass die Gemeinden ihre Planungen aufeinander abstimmen. (DM)

Kanton und Gemeinden haben bei der Planung dessen Inhalt zu berücksichtigen. «Mit dem REK wollen wir neue Qualitäten schaffen und sicherstellen, dass unser Lebens- und Wirtschaftsraum funktionsfähig bleibt», sagt Dieth.

Räume für jedes Bedürfnis

Im REK wird zwischen fünf Raumgruppen unterschieden: «Das Zentrumsgebiet», das weitgehend die Gemeinden von der Kantonsgrenze bei Spreitenbach bis Obersiggenthal umfasst.

Die «urbanen Entwicklungsachsen» mit Fislisbach und dem Limmattal bis zum Wasserschloss sowie «die ländlichen Entwicklungsachsen» mit den weiteren Gemeinden der Region. Dazu kommen die der Natur und der Erholung vorbehaltenen Raumgruppen «Blaues Band» und «Grüne Landschaft».

Diese hat das REK weitgehend aus dem vom Bund unterstützten Projekt Agglomerationspark Limmattal übernommen.

Langsamverkehr in den Zentren

Ein grosser Teil der Neuzuzüger soll in den Zentren wohnen. Dazu sollen die Wohnzonen entlang der Hauptachsen in Wettingen, im Siggenthal, von Neuenhof bis Spreitenbach oder in Fislisbach aufgezont werden.

Ein bedeutendes Siedlungsgebiet ist auch der Galgenbuck in Baden-Dättwil. Zu Fislisbach betont dessen Gemeindeammann Silvio Caneri: «Wir werden verdichten, aber Fislisbach soll auch in 30 Jahren als Dorf erkennbar sein.»

Damit die bevölkerungsreiche Region funktioniert, sind gute Verkehrsverbindungen erforderlich. Die Vorschläge des REK basieren auf dem heutigen System mit SBB und Autobahn. Vor allem in den Zentren soll zusätzlich der Langsamverkehr gefördert werden.

Zu den künftigen Arbeitsgebieten zählt die Hightech-Zone beim PSI Würenlingen. «Wir werden dafür Land zwischen den Kreiseln, entlang der Bahn einzonen», sagt Gemeindeammann André Zoppi. Hier verläuft, wie in anderen Fällen, die Planung auf regionaler und kommunaler Ebene weitgehend parallel.

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