Baden
Stadtratswahl: Esther Frischknecht soll für die FDP den zweiten Sitz holen

Die Badener FDP geht mit einem Zweierticket in den Stadtrats-Wahlkampf: Sie schickt eine Einwohnerrätin und Unternehmerin nebst dem bisherigen Stadtrat Philippe Ramseier ins Rennen.

Drucken
Teilen
Esther Frischknecht stellt sich zur Wahl als Stadträtin.

Esther Frischknecht stellt sich zur Wahl als Stadträtin.

ZVG

Die SP hat schon vor Wochen mit Steffi Kessler eine zweite Kandidatin ins Wahlrennen geschickt, welche den Sitz von Stadtrat Erich Obrist (parteilos) erobern soll. Dieser hat auf eine Kandidatur bei den Erneuerungswahlen vom 26. September bereits verzichtet.

Nun ist klar: Auch die FDP schickt eine Kandidatin ins Wahlrennen: Es handelt sich um Einwohnerrätin Esther Frischknecht. Der Vorstand hat sie einstimmig zur Nomination vorgeschlagen. Die FDP geht also wie die SP mit einem Zweierticket ins Rennen. Stadtrat Philippe Ramseier ist bereits von der Generalversammlung der FDP nominiert worden. «Es ist höchste Zeit, dass die FDP wieder doppelt und mit einer Frau-Mann-Vertretung im Stadtrat vertreten ist», schreibt die FDP in ihrer Mitteilung.

Seit fünf Jahren im Einwohnerrat

Esther Frischknecht ist seit 2016 im Badener Einwohnerrat. Die Wahl in den Grossen Rat verpasste sie zwar im vergangenen Herbst, doch sie ist die erste Ersatz-Grossrätin für die FDP im Bezirk Baden und würde bei einer Vakanz als erste nachrücken. Frischknecht war zudem sechs Jahre Mitglied der Schulpflege und gehört seit 2014 dem Vorstand der FDP Baden an.

Esther Frischknecht wird in der Mitteilung wie folgt zitiert: «Nach vielen spannenden Jahren im Einwohnerrat würde ich gerne meine Erfahrungen als Unternehmerin und liberalen Werte in den Stadtrat einbringen um Baden langfristig und nachhaltig zu stärken. Ich freue mich sehr über die breite Unterstützung aus meiner Partei und von meinen Fraktionskolleginnen und -kollegen.»

Politisch habe sich Esther Frischknecht vor allem «für ein hochstehendes Bildungsangebot und den haushälterischen und unternehmerischen Umgang mit den städtischen Finanzen stark gemacht», wie die FDP in ihrer Mitteilung unterstreicht. «Wichtig sind ihr ein attraktives Kultur- und Vereinsleben und dass sich die Unternehmen, die Arbeitnehmenden und die Bewohnerinnen und Bewohner unserer Stadt wohl fühlen und individuell entfalten können.» Dieser Hinweis der FDP kommt nicht von ungefähr: Erich Obrist hat das Ressort Kultur und Gesellschaft inne.

Die FDP-Kandidatin betreut in ihrer Freizeit den Kunstrad-Nachwuchs

Esther Frischknecht sei «das perfekte Beispiel einer Milizpolitikerin, die ihre breite Erfahrung aus dem Berufs- und Vereinsleben tatkräftig, praktisch und lösungsorientiert in die Politik einbringt», schreibt die FDP weiter.

Die Kandidatin ist als selbstständige und spezialisierte Unternehmerin im Bereich Brandschutz tätig und betreut als Trainerin und Vorstandsmitglied des Verbands Swiss Indoor- & Unicycling die schweizerischen Kunstrad-Nachwuchstalente.

Erich Obrist ist das einzige Mitglied des Stadtrats, das nicht wieder kandidiert; die anderen sechs werden alle zur Wahl antreten. Das sind Stadtammann Markus Schneider (CVP), Regula Dell’Anno-Doppler (SP), Matthias Gotter (CVP), Philippe Ramseier (FDP), Ruth Müri (Team) und Benjamin Steiner (Team). (pz)

Aktuelle Nachrichten