Für allfällig auftretende Pandemien müssen entsprechende Vorkehrungen getroffen werden. Diesen Auftrag hat das Regionale Führungsorgan Reusstal-Rohrdorferberg (RFO) im Juni letzten Jahres von der Abteilung Militär und Bevölkerungsschutz des Kantons gefasst.

Konkret: Es galt ein Impfzentrum so weit vorzubereiten, dass es innerhalb von 14 Tagen ab Auftragserteilung durch den kantonalen Führungsstab in Betrieb genommen werden könnte, um die gesamte impfwillige Bevölkerung in der Region – das sind rund 28500 Personen – innert vier Wochen zu impfen.

Unter Leitung von Thomas Schneider, noch bis Ende Jahr Chef der RFO Reusstal-Rohrdorferberg, wurde die Übung «Moskito», zu der Kantonsvertreter, Gemeinderäte und Gemeindeschreiber aller Verbandsgemeinden, Vertreter von Feuerwehren und Samaritervereinen, der Bauämter sowie der Regionalpolizei eingeladen waren, vorbereitet.

Zivilschutzkommandant Enrico Carfora zeichnete für die Organisation verantwortlich. Angehörige der ZSO Reusstal-Rohrdorferberg sorgten an der Übung vom Mittwochabend für einen reibungslosen Ablauf der «Impfaktion» für die geladenen Gäste.

Schon am Nachmittag waren Figuranten von drei Schulklassen probehalber durch das aufgebaute Impfzentrum in der Oberrohrdorfer Zähnteschüür geschleust worden. Die Zähnteschüür war als Standort ausgewählt worden wegen ihrer günstigen Lage bezüglich der öV-Verbindungen und der Möglichkeit der Entkoppelung des Zentrums von einem Schulstandort.

Hautnah getestet

Das realitätsnahe Impfprozedere begann für die Gäste mit dem Ausfüllen eines Impfdatenblattes, einer Eingangskontrolle, die Zuweisung in eine der Impfkojen, einen Aufenthalt in den Ruhezellen und einer Schlusskontrolle.

Zivilschützer stellten das technische Hilfspersonal, medizinisches Fachpersonal der Samaritervereine übernahm den Impfvorgang, zudem war ein Arzt vor Ort. Allerdings mussten die Probanden keinen richtigen Nadelstich über sich ergehen lassen, «gepiekt» wurde nur mit
einem Kugelschreiber. Fragen der Impfwilligen wurden bei den Stationen kompetent beantwortet.

Diese Übung hat allen Beteiligten gezeigt, dass das RFO Reusstal-Rohrdorferberg für einen Ernstfall gerüstet ist.