Digital-Event
Baden wird zum Mekka der digitalen Fotografie

Fotografie-Begeisterte aus dem ganzen Kanton pilgerten für den Digital-Event in die Trafohalle nach Baden. Vier Fotografen erzählten von ihrem Leben.

Philippe Neidhart
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Dem Profi über die Schulter schauen: Thomas Buchwalder bei der Arbeit.

Dem Profi über die Schulter schauen: Thomas Buchwalder bei der Arbeit.

Philippe Neidhart

Durch eine Fotogalerie führt der Weg hinein in die hell erleuchtete Halle – vorbei an Bildern von Eisbären, Berglandschaften und skurrilen Orten. Drinnen herrscht bereits reges Treiben, es wird gefachsimpelt und das Equipment wird auf Herz und Nieren geprüft. Wir befinden uns mitten am DigitalEvent, organisiert von Light + Byte AG in Zusammenarbeit mit dem zb. Zentrum Bildung.

Wer die neusten Objektive und Kameras der verschiedensten Marken in den Händen halten und ausprobieren will, der ist hier an der richtigen Adresse. An rund dreissig Ständen präsentieren die führenden Marken der Branche ihre Produktepalette. Ob für die Studiofotografie oder einfach nur ein kompakter Knipser für unterwegs – die Auswahl an Geräten und Zubehör aller Art ist riesig.

Vor der Bühne haben sich bereits einige Leute versammelt, als der Modefotograf Thomas Buchwalder zusammen mit einem Model ins Scheinwerferlicht tritt. Denn in diesem Jahr erhalten die Besucher des DigitalEvents die Chance, einem Profi bei seiner Arbeit über die Schulter zu blicken – denn Buchwalder hat bereits für Coca-Cola oder Mercedes fotografiert, und auch Namen wie Bligg oder Kevin Costner hatte er bereits vor der Linse.

Die Professionalität ist ihm schnell anzumerken, als er dem Model Anweisungen erteilt: «Schau mal so richtig böse», sagt Buchwalder, und betätigt den Auslöser. «Sieht richtig toll aus, der Gesichtsausdruck ist ein Hammer!» Und wahrlich, das gemachte Foto hätte aus einem Modekatalog stammen können. Doch es ist nicht nur das Material und der Mann hinter der Kamera, die für das Gelingen eines Porträts wichtig sind: «Das Bild ist immer nur so gut, wie ein Model aussieht.»

Im ersten Stock lauschen die Zuschauer derweil vier Fotografen, die aus ihrem Leben erzählen. So beispielsweise Markus Eichenberger, der das Reisen zu seinem Beruf gemacht hat. In erster Linie haben es ihm die Schweizer Berge und die Sterne angetan, die er in atemberaubenden Bildern und Kurzfilmen festzuhalten vermochte. Auch David Yarrows machte sich zusammen mit seiner Kamera auf Reisen – von Pol zu Pol, von Kontinent zu Kontinent. Der gebürtige Schotte erzählt von seinen Erlebnissen mit Grizzlybären im Norden und Elefanten im Süden. Betrachtet man seine detailreichen Schwarz-Weiss-Bilder wird einem klar, weshalb er zu den gefragtesten Naturfotografen unserer Zeit gehört.

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