Baden
Zusammen über zweihundert Jahre alt: In der Innenstadt müssen zwei Bäume aus Sicherheitsgründen gefällt werden

Auf dem Kirchplatz und beim Zugang zum Parkhaus Ländli werden in den nächsten Tagen zwei Rosskastanien umgesägt. Die Bäume stellen krankheitshalber ein Risiko dar. Sie werden beide ersetzt.

Sarah Kunz
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Die über hundert Jahre alte Rosskastanie (links) muss wegen Krankheit gefällt werden.

Die über hundert Jahre alte Rosskastanie (links) muss wegen Krankheit gefällt werden.

Bild: Chris Iseli

Es ist immer traurig, wenn markante Bäume gefällt werden müssen. Oftmals ist das Umsägen aber die einzige verbleibende Möglichkeit. So wie bei zwei Rosskastanien in der Badener Innenstadt: Am Donnerstag wird ein über hundert Jahre alter Baum auf dem Kirchplatz weichen müssen, am nächsten Dienstag ein etwa gleich alter Baum beim Zugang zum Parkhaus Ländli neben dem Bezirksgebäude. Beide Bäume sind absterbend und stark bruchgefährdet. An den entsprechenden Stellen wird anschliessend eine Ersatzbepflanzung vorgenommen.

Die Rosskastanie beim Kirchplatz weist Faulstellen auf, hat Stammverletzungen und Pilzbefall. Diejenige beim Bezirksgebäude hat im Bereich der Stammbasis und dem Wurzelstock eine grössere Faulstelle. Weil die Stabilität bedingt durch die Krankheit ungenügend geworden ist und sich die Bäume an Standorten mit regem Fussverkehr befinden, gibt es laut Werkhofleiter Thomas Stirnemann keine andere Wahl, als sie zu fällen. «In diesem Zustand stellen sie eine zu grosse Gefahr für die Bevölkerung dar.»

Auch diese Rosskastanie beim Parkhaus Ländli muss weichen. Wegen seiner Grösse und der engen Platzverhältnisse wird er von oben zersägt.

Auch diese Rosskastanie beim Parkhaus Ländli muss weichen. Wegen seiner Grösse und der engen Platzverhältnisse wird er von oben zersägt.

Bild: Rahel Künzler

Beim Parkhaus Ländli muss eine externe Firma ran

Natürlich sei es schade, sich von zwei so alten Bäumen verabschieden und anstelle junge Ersatzbäume pflanzen zu müssen, sagt Stirnemann. Aber was viele vergessen: Auch die Lebensdauer eines Baums ist endlich. «Wir haben alle unsere Stadtbäume inventarisiert und führen regelmässig Sicherheits- und Gesundheitskontrollen durch», sagt Stirnemann. Im Inventar des Werkhofs stehen rund 2300 Bäume. «Wenn einer von ihnen Probleme hat, werden zuerst alle möglichen Schritte unternommen, um ihn zu erhalten.» Aber irgendwann komme dann eben doch der Zeitpunkt, an dem der Erhalt keinen Sinn mehr mache.

Die Arbeiten am Kirchplatz werden vom Gärtnerteam des Werkhofs ausgeführt, für diejenigen beim Bezirksgebäude muss wegen der Grösse des Baums eine externe Firma hinzugezogen werden. Diese wird den Baum laut Stirnemann mit einem speziellen Trimmer von oben herab zurückschneiden. Umfallen lassen – wie es bei freistehenden Bäumen passiert – könne man ihn aufgrund der Platzverhältnisse nicht.

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