Grand Kasino Baden
Badener Casino will ins Fürstentum expandieren

Nachdem das Grand Casino Baden letzten Monat die Konzession für den Kanton Zürich nicht bekommen hat, schaut sich das Unternehmen anderweitig um. Nun soll in Liechtenstein expandiert werden.

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Nach dem Scheitern des Grand Casino Baden für eine zürcher Konzession wird nun ein Versuch in Liechtenstein unternommen

Nach dem Scheitern des Grand Casino Baden für eine zürcher Konzession wird nun ein Versuch in Liechtenstein unternommen

Limmattaler Zeitung

Nun kommt wieder Bewegung in die Casino-Angelegenheit. Denn auch im Fürstentum Liechtenstein wurde das Spielbankenverbot aufgehoben, und auch hier gibt es mehr Bewerber als die zu vergebende Konzession.

150 Geldautomaten im Vaduzerhof geplant

Nun will das Casino Baden helfen, den Vaduzerhof in der lichtensteinischen Hauptstadt zu errichten und zu betreiben. Die Gesamtinvestitionen liegen im höheren zweistelligen Millionenbereich. Dabei sollen nicht bloss ein Casino mit 150 Geldautomaten und sieben Spieltischen entstehen, sondern auch ein Vier-Sterne-Hotel mit über 100 Betten und insgesamt über 100 neuen Arbeitsplätzen. Rund 100'000 Besucher im Jahr sollen in Vaduz künftig ihr Glück suchen.

Die Badener wollen in Vaduz als das umsatzstärkste Casino der Schweiz ihr Know-How einbringen und hauptsächlich eine beratende Funktion übernehmen. Initiant der Idee ist der Unternehmenr Wolfgang Egger.

Einkünfte von 20 Millionen jährlich

Sie wollten einen «namhaften Betrag» beisteuern, so Detlef Brose gegenüber Radio Argovia. Er ist überzeugt, in ein «lukratives Projekt» mit «sehr grossen Chancen» zu investieren. Die Erwartungen sind dementsprechend: Mit Einkünften von etwa 20 Millionen jährlich wird gerechnet.

In nur 3 Wochen sei der Entscheid gefallen zugunsten des Projekts in Vaduz. Die schnelle Entscheidung habe aber nichts zu tun mit der Tatsache, dass die Badener keine Zürcher Lizenz bekommen hätten. Die beiden Angelegenheiten liefen parallel, da die Gespräche hierfür bereits im März aufgenommen wurden, wie Brose weiter sagte. Insbesondere die niedrigen Geldspielabgaben hätten zum Entscheid motiviert, da diese etwa halb so hoch sind wie in der Schweiz.

Doch ob das Projekt zustande kommt, steht noch in den Sternen, da noch ein anderer Bewerber im Rennen um eine Liechtensteinische Konzession ist. Die Liechtensteinische Regierung entscheidet im Herbst, welcher Bewerber den Zuschlag bekommt. (dme)