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Badener Lokale wollen den Gastro-Oscar

Darf sich Hoffnungen auf eine Auszeichnung machen: «Colombo»-Inhaber Carlos Ferreira. (Archiv)

Darf sich Hoffnungen auf eine Auszeichnung machen: «Colombo»-Inhaber Carlos Ferreira. (Archiv)

Gleich drei Lokale aus Baden stehen in der Endauswahl um den Best of Swiss Gastro Award 2019. Eines davon ist das Colombo.

Am 21. Oktober kürt der Best of Swiss Gastro Award die besten Gastronomiebetriebe der Schweiz. Der Preis wird dieses Jahr zum 16. Mal verliehen. Von 210 eingegangenen Bewerbungen nominierte die Jury 132 Unternehmen aus 19 Kantonen. Chancen auf die Auszeichnung darf sich auch das Restaurant Colombo an der Bahnhofstrasse 20 in Baden ausrechnen. Das Lokal von Inhaber Carlos Ferreira tritt in der Kategorie «International» an. Die Nominierung mache ihn stolz, sagt Ferreira: «Es ist für mich und das Team eine Anerkennung.»

Für den 40-jährigen Badener mit portugiesischen Wurzeln ist es bereits die zweite Nominierung für den Gastro-Oscar. 2011 gehörte das Restaurant Mira an der Stadtturmstrasse, das Ferreira ebenfalls führt, kurz nach der Eröffnung zum Kreis der Titelanwärterin in der Kategorie «Trend», ging jedoch leer aus. Dass ein Restaurant gleich kurz nach Betriebsbeginn die Chance auf den Award erhält, sei nicht aussergewöhnlich, sondern bei vielen der Fall. «Die Auszeichnung ehrt Betriebe in erster Linie für ein überzeugendes Konzept oder eine Vision. Der Fokus liegt mehr auf dem Gesamtpaket als beispielsweise nur auf besonders gutem Essen», sagt Ferreira.

Badener Lokale wollen den Gastro-Oscar

Carlos Ferreira im Interview.

Voten nach dem Essen

Beim schweizweiten Wettbewerb können die Gäste nach ihrem Besuch in einem Gastrobetrieb über die Website des Awards ihre Stimme geben. Das Voting läuft bis zum 15. September. Der Award ist der grösste Schweizer Publikumspreis in der Gastronomieszene. Er ist nicht vergleichbar mit beispielsweise dem Restaurantführer Guide Michelin, bei dem Experten entscheiden, aber man erhält aus der Branche etwas für seinen Fleiss zurück, so Ferreira. Ein Sieg käme jedoch einer kleinen Sensation gleich: «Chancen auf den Award haben eher grössere Betriebe aus grösseren Städten. Aber die Nominierung ist Werbung.»

Ob mit oder ohne Auszeichnung: Ferreira ist eines wichtig: «Man muss sich ständig neu erfinden und den Gästen Abwechslung und neue Trends bieten. Auch Einnahmen wieder reinvestieren gehört dazu.» Mit dem Colombo wollte er 2017 eine Lücke füllen: «Ich eröffnete es, weil ich vor zwei Jahren das Gefühl hatte, dass Baden noch ein modernes Café gebrauchen kann.»

Baden dreimal vertreten

Neben dem Colombo stehen mit dem Burgerrestaurant Manito und dem Restaurant Stadttor Billabong weitere Lokale aus Baden zur Wahl um die Krone zum beliebtesten Gastronomiebetrieb der Schweiz. Das «Manito» ist in der Kategorie «On The Move» vertreten, das «Stadttor Billabong» bei «Newcomer». Beide befinden sich am Schlossbergplatz. Das «Manito» wurde von Inhaber Stefan Konutang vor drei Jahren zusammen mit seinem Cousin Gorgis Konutang eröffnet.

Das «Restaurant Stadttor Billabong» wird von Marc Lusser und Dina Bänziger geführt. Das Lokal ist Restaurant und Surferbar in einem. Es befindet sich seit Dezember des letzten Jahres am Schlossbergplatz gleich neben dem Stadtturm. «Billabong» kommt aus der Sprache von australischen Ureinwohnern und bezeichnet ein Gewässer.

Aargauer Gastro-News 2019

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