Baden
Badener Metalband Lotrify organisiert Tour mit 40 Bands in 13 Städten

Über 40 Bands auf 13 Bühnen – das ist die Konzertreihe Bonebreaker Ball Tour, die von der Badener Metalband Lotrify organisiert wird. Sie wird dort selbst auch ihre neuen Songs zum Besten geben.

Stefanie Suter
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Die Totenköpfe dienen der Band Lotrify als Provokation: «Dies hat nichts mit Satanismus zu tun.»zvg

Die Totenköpfe dienen der Band Lotrify als Provokation: «Dies hat nichts mit Satanismus zu tun.»zvg

«Seit Anfang des letzten Jahres bin ich damit beschäftigt, Bands und Konzertlocations zu buchen für die dritte Serie der Bonebreaker Ball Tour», sagt Fabian Umiker, Gitarrist der Metalband Lotrify. Vor drei Jahren organisierte er die Tour zum ersten Mal – mit zehn Bands in drei Städten. Von Jahr zu Jahr verdoppelte sich der Umfang der Tour und unterdessen hilft die ganze Band bei der Organisation mit: Gitarrist Yannick Bislin, Bassist Silvan Laube, Sänger Sacha Wacker und Schlagzeuger Sergey Belyavskiy.

Pro Abend spielen drei bis vier andere Bands neben Lotrify. «Wir konnten Grössen wie die Band Breakdown of Sanity oder Coroner organisieren – ein Urgestein der Metalszene», erzählt Sänger Wacker. «Sogar in Russland kennt man Coroner», ergänzt Belyavskiy. Für das Konzert in Luzern haben sie die auch aus Baden stammende Band Silent Circus gebucht.

Neue CD getauft

Der erste Event der Tour fand im Dezember in Zürich statt und war gleichzeitig die Plattentaufe der neuen EP von Lotrify mit dem Titel «Light Passes, Shadow Remains». Die CD ist rhythmisch sehr abwechslungsreich, die Songs sind gespickt mit melodiösen und härteren Parts, sowohl instrumental als auch im Gesang. «Obwohl wir manchmal etwas härter spielen – wir sind keine Hau-drauf-Band», sagt Umiker. «In unsere Musik lassen wir verschiedene Stilrichtungen einfliessen – am besten beschreiben kann man sie als melodischen Metal.» Wenn Lotrify auf der Bühne steht, tragen alle Totenkopfmasken: «Pentagramme und Totenköpfe dienen im Metal als Provokation – dies hat nichts mit Satanismus zu tun», sagt Bislin.

Neu in der Band ist der Schlagzeuger Sergey Belyavskiy. Er sticht nicht nur aufgrund seines Akzentes – er ist Russe – aus der Band heraus: Mit seinen 36 Jahren ist er auch bis zu 15 Jahre älter als die restlichen Mitglieder. Die Chemie habe von Anfang gepasst, sagt die Band einstimmig: «Sergey ist ein Glückstreffer.» Es sei schwierig, einen guten Schlagzeuger zu finden, sagt Bislin. «Er muss schnell und exakt spielen können.» Zudem müsse ein Metal-Schlagzeuger das Doublebassspielen im Griff haben – das heisst, mit beiden Füssen in hohem Rhythmus die Pedale bedienen, welche die Schlägel auf die Trommel lenkt.

Schon klassisch gesungen

Typisch für die Metalmusik ist neben dem Doublebass auch der Gesang: Das sogenannte Screaming und das Growlen – gutturaler, tiefer Gesang – sind zwei der verschiedenen Gesangstechniken, die Sänger Sacha Wacker beherrschen muss. «Das ist komplizierter als das normale Singen», erklärt er. «Man muss es richtig machen, ansonsten ist es schädlich für die Stimmbänder.» Eine Gesangslehrerin habe ihm Tipps gegeben. Zudem habe er als Kind schon Gesangsunterricht erhalten, da er im Kinderchor des Opernhauses Zürich gesungen habe.

Die nächsten Daten der «Bonebreaker Ball Tour»: 10. Januar, Flösserplatz, Aarau; 11. Januar, Grabenhalle, St. Gallen; 17. Januar, Sommercasino, Basel; 18. Januar, Galvanik, Zug; 22. Februar, Merkker, Baden.

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