Erst im Oktober 2013 hat Martin Brönnimann die Stelle als Leiter Öffentliche Sicherheit bei der Stadt Baden angetreten. Nun hat der 49-jährige gebürtige Berner seine Kündigung eingereicht, wie die Stadt mitteilt. Brönnimann werde die Stadt im Juni verlassen und künftig – wieder im Kanton Bern – als Stabschef der Generalstaatsanwaltschaft tätig sein.

Als Grund für seine Kündigung nennt Brönnimann die Summe einzelner Aspekte. «Sagen wir es so: Als ich hier anfing, habe ich ein grösseres Entwicklungspotenzial geortet, als heute tatsächlich möglich ist.» Dies sei nicht zuletzt auf die Sparbemühungen innerhalb der Stadtverwaltung zurückzuführen.

Aber nicht nur: Als Beispiel führt Brönnimann auch den Entscheid des Kantons im Sommer 2014 ins Feld, wonach die Stadtpolizei vom Kanton kein Geld mehr für kleinkriminalpolizeiliche Tätigkeiten erhält. «Ohne jemandem einen Vorwurf zu machen, erachte ich die strategische Ausrichtung unter dem Strich als nicht zielführend», ergänzt Brönnimann. Um sogleich hinzuzufügen: «Ausschlaggebend für die Kündigung war letztlich auch das attraktive Angebot aus Bern.» BDoch er gehe mit einem weinenden Auge. «Meine Familie und ich sind hier heimisch geworden und wir haben die Stadt ins Herz geschlossen. Wir werden deshalb vorläufig weiter hier leben.»

Sicherheitsvorsteher und CVP-Stadtrat Matthias Gotter: «Wir bedauern die Kündigung von Martin Brönnimann, da wir mit ihm einen Polizeichef mit hoher Fach- und Sozialkompetenz verlieren.» Man werde die Stelle nun ausschreiben, um sie so rasch als möglich wieder zu besetzen. (mru)