Kommentar
Badener Stadtrat: Die Wahlen im nächsten Jahr bieten die Chance auf Revanche für die Bürgerlichen

Mit Benjamin Steiner zieht ein Politiker aus dem linken Lager in den Badener Stadtrat ein. Doch die baldigen Gesamterneuerungswahlen bieten den Bürgerlichen die Chance, die Mehrheitsverhältnisse zu kippen.

Pirmin Kramer
Pirmin Kramer
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Badener Stadtrats-Kandidaten: Stefan Jaecklin verliert gegen Benjamin Steiner.

Badener Stadtrats-Kandidaten: Stefan Jaecklin verliert gegen Benjamin Steiner.

Keystone/Fabio Baranzin/Britta Gut

Benjamin Steiner vom Team Baden ist der Sieger des Wahlsonntags – und mit ihm das linke Lager. Baden wird wie schon 2013 bis 2017 von einer rot-grünen Mehrheit regiert. Doch ob sich die Ausrichtung des Stadtrats durch Steiners Wahl ändert? Wohl nicht grundlegend.

Steiners Vorgängerin, die parteilose Sandra Kohler, entfernte sich im Verlauf ihrer zweijährigen Stadtratszeit immer mehr von bürgerlichen Positionen. Sie wurde von FDP-Exponenten, wie auch gestern wieder zu hören war, zuletzt ungefähr den Grünliberalen oder dem Team zugeordnet.

Bitter für Stefan Jaecklin: Sein Rückstand ist im zweiten Wahlgang angewachsen. Trotz eines beherzten Wahlkampfs. Der Freisinnige hat es nicht geschafft, die Wähler von Luzi Stamm für sich zu gewinnen, der im zweiten Wahlgang nicht mehr antrat. Zudem hat ihm nicht in die Karten gespielt, dass auf nationaler Ebene über Themen abgestimmt wurde, die viele linke Wähler an die Urne lockten.

Zeit zum Durchatmen haben die Parteien kaum: Im Herbst finden die Gesamterneuerungswahlen statt. Sie bieten den Bürgerlichen die schnelle Chance, die Mehrheitsverhältnisse wieder zu kippen.

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