Das Kubb Team "KP Wild Dogs" konnte sich an der Weltmeisterschaft in Gotland gegen 150 Konkurrenz-Teams durchsetzten. Im Viertelfinale schlugen die Badener ehemaligen Weltmeister Deutschland, scheiterten aber dann am schwedischen Team.

Das nehmen die Wild Dogs aber locker: Für die Schweden wäre es schon traurig gewesen, hätten sie in ihrem "eigenen" Spiel verloren und das ausgerechnet auf dessen Ursprungsinsel. Das gibt auch Marc Binder zu, der seit zehn Jahren aktiv Kubb spielt und bei den "KP Wild Dogs" die Rolle des Einwerfers übernimmt.

"Kubb wird immer populärer", sagt er und erklärt das Spiel: "Die Kubbs sind Holzklötze. Während einer Runde probieren maximal sechs Spieler die Kubbs des Gegners umzuwerfen." Ein Spiel kann von einer Minute bis maximal drei Stunden dauern und ist bestens für gemütliche Abende im Garten oder als Zeitvertreib im Park geeignet.

Das Kubb-Spielfeld ist fünf Meter breit und acht Meter lang.

Arena

Das Kubb-Spielfeld ist fünf Meter breit und acht Meter lang.

So kam auch der 34-jährige Binder zum momentan noch eher aussergewöhnlichen Hobby: "Bekannte spielten Kubb und mir gefiel es sofort. Es macht Spass, ist spannend und man lernt schnell andere Leute kennen." Er und Gleichgesinnte aus der Region Baden gründeten das Team und wurden rasch zu Profis. "Irgendwann wollten wir dann gegen andere Gruppen spielen und nahmen an Turnieren in der Schweiz statt." 

Neben Baden, dass in der Szene als "Epizentrum des Kubbs" gilt, kommen auch in Basel Fans des Wikinger-Schachs auf ihre Kosten. "In Baden und der Umgebung sind die besten und die meisten Spieler, in Basel wurde Kubb das erste Mal in der Schweiz bekannt", so Binder

Eigener Stand an der Badenfahrt

Die Atmosphäre an den Turnieren sei sehr angenehm, erzählt Binder. "Man kennt sich untereinander. Die Arenen sind sehr liebevoll gestaltet, es gibt Live-Musik und feines Essen." An der Weltmeisterschaft spielten sie die Partien vor knapp 200 Zuschauern, was nicht ganz ungewöhnlich für das Badener Team ist. "Vor so vielen Leuten gegen die andere Gruppe anzutreten ist speziell. Aber auch wenn wir im Kurpark spielen, werden wir beobachtet. Die Leute kommen auf uns zu und fragen uns, was für ein Spiel das sei. Interesse ist auf jeden Fall da."

In Gotland wurden die sechs Spieler Vizeweltmeister.

Das Siegerteam "KP Wild Dogs"

In Gotland wurden die sechs Spieler Vizeweltmeister.

Um der Bekanntheit des schwedischen Kult-Spiels auf die Sprünge zu helfen, kamen Binder und seine Teamkollegen auf eine Idee: "An der Badenfahrt haben wir einen eigenen Stand im Kurpark. Dort kann man Kubb spielen oder Sets ausleihen und skandinavisch essen." Am ersten Samstag findet ein Profi-Turnier statt, am zweiten Samstag können sich Laien für ein Spiel anmelden. 

Nächstes Jahr haben die Badener "Wild Dogs" die Weltmeisterschaft im Blick. Aber sie freuen sich auch jetzt über die je 60 Franken Preisgeld. "Mitmachen und Spass haben ist am wichtigsten", so Binder. 

Team-Mitglieder der KP Wild Dogs aus Baden

Team-Mitglieder der KP Wild Dogs aus Baden