Baden/Neuenhof
«Moser’s Backparadies» setzt neu auf Luftfilter – der Inhaber erklärt die Gründe

Die Luftreinigungsgeräte ermöglichen es, dass im Café und im Laden seltener gelüftet werden muss – gerade im Winter sei das ein Vorteil.

Alexander Wagner
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Luftfilter-Vertreiber Andreas Muff und Guido Moser von «Moser’s Backparadies», oben an der Wand befindet sich der Luftfilter.

Luftfilter-Vertreiber Andreas Muff und Guido Moser von «Moser’s Backparadies», oben an der Wand befindet sich der Luftfilter.

Alexander Wagner

Guido Moser stand vor einem Problem, wie es viele Gastrobetriebe haben: Im «Moser’s Backparadies», das er in vierter Generation führt, sollte es eher warm und gemütlich sein; im Laden hingegen, wo die Leckereien gelagert und verkauft werden, etwas kühler. Doch in dieser speziellen Zeit sollte regelmässig und kräftig gelüftet werden.

Das mag in den Sommermonaten noch möglich oder gar angenehm sein, doch jetzt, da die kalten Wintermonate vor der Türe stehen, wollte der Inhaber nicht, dass die Gäste im dicken Mantel ihren Kaffee und die Süssigkeiten geniessen müssen.

Die Luft wird zu 99,97 Prozent gereinigt

So liess er von Fellowes zwei Luftreiniger Aeramax Pro montieren, eines im vorderen Teil des Cafés und ein Gerät im Sitzbereich des Lokals. Für den unbedarften Gast könnten dies gut und gerne einfache Klimageräte sein. Doch es sind spezielle Luftreinigungsgeräte, welche die Luft zu 99,97 Prozent reinigen. «100 Prozent dürfen wir nicht sagen», erklärt Andreas Muff, der die Fellowes-Geräte in der Schweiz vertreibt.

Moser's Backparadies in Baden.

Moser's Backparadies in Baden.

Claudia Laube

Die Luft im Raum wird eingesogen und durch vier Filter gejagt: Nach dem Vorfilter und dem Aktivkohlefilter kommt ein True-Hepa-Filter zum Einsatz, der die restlichen Schadstoffe in der Luft beseitigt. Zudem werden durch die Bipolar-Ionisierung die Partikel, welche sich noch in der Luft befinden, elektrisch aufgeladen, um die Filterwirkung zu verstärken. Was technisch und komplex klingt, hat einen einfachen, aber grossen Effekt: Guido Moser und sein Team müssen nicht dauernd lüften, die Leute können ihre Winterkleider ablegen und atmen trotzdem frische Luft ein.

Gute Luftqualität, obwohl weniger gelüftet wird

«Moser’s Backparadies» ist der erste Gastrobetrieb der Region, der solche Luftreinigungsfilter installiert hat. «Wir müssen weniger lüften und haben trotzdem eine gute Luftqualität, und dies bei einer angenehmen Zimmertemperatur», erklärt Guido Moser. Auch zu Luftfiltern in Büros habe er sehr gutes Echo der Mitarbeitenden erhalten.

Ein ganz simpler Test zeigt, dass die Geräte funktionieren, erzählt Moser: «Wenn wir im Büro lüften, dann schaltet sich das Gerät ein, um die Luft umgehend zu reinigen.» Die Geräte scannen den Raum nach Partikeln. Falls nötig, erhöhen sie ihre Leistung. Es gibt Wand- und Standgeräte. Guido Moser hat sich für zwei Wandgeräte entschieden, die inklusive Installation rund 5000 Franken kosten. «Und es braucht praktisch keinen Unterhalt. Nur ab und zu einen Filterwechsel», betont Andreas Muff.

Warum solche Geräte noch nicht mehr zum Einsatz kommen, ist für Muff nicht ganz erschliessbar. «Das Problem wurde in der Schweiz wohl noch nicht erkannt. Dabei geht es nicht nur um Aerosol. Rund 25 Prozent der Schweizer sind Allergiker und auch für diese hat es einen sehr positiven Nebeneffekt», betont der ehemalige Gemeinderat von Neuenhof. Und er kann aus eigener Erfahrung berichten: Seine Frau ist Allergikerin – seit sie ein Gerät montiert haben, kann sie wieder durchschlafen.

Für Guido Moser und sein Team geht es primär darum, Mitarbeitenden und Gästen, die sich in seinen Räumlichkeiten aufhalten, eine möglichst saubere Luftqualität zu bieten. Er zieht ein positives Fazit: «Die Kunden und die Mitarbeiter fühlen sich wohl und sicher.»

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