Wakkerpreis
Badens Stadtammann Geri Müller: «Preise belohnen die Tüchtigen»

Aarau erhält den diesjährigen Wakkerpreis. In der zweitgrössten Aargauer Stadt Baden ist man darob nicht neidisch. Im Gegenteil: Stadtammann Geri Müller freut sich für die Hauptstädter und findet aber: «Wir dürfen uns nicht an Preisen orientieren.»

Janine Müller
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Die Aargauer Kantonshauptstadt hat sich von allen Schweizer Städten am besten entwickelt. Aarau erhielt am Dienstagmorgen vom Schweizer Heimatschutz den Wakkerpreis verliehen. Vor allem, weil sich Aarau «qualitätsvoll verdichtet» hat; die schöne Altstadt wurde renoviert und von den Autos befreit, Pärke saniert und der Bahnhof neu gestaltet.

In Baden, der zweitgrössten Stadt des Kantons, ist man darob nicht neidisch. Stadtammann Geri Müller freut sich für die Hauptstädter: «Preise belohnen die Tüchtigen.» Verdient habe Aarau den Preis, weil ein grosser Teil der Altstadt renoviert und autofrei gemacht wurde. Das sei richtig gewesen.

Gemeinden sollen sich stets verbessern

Und obwohl auch im Städteranking des Schweizer Wirtschaftsmagazins «Bilanz» Aarau stets leicht die Nase vorne hat, will Geri Müller nichts von einem Konkurrenzkampf zwischen Aarau und Baden wissen. Der Aargau habe sich nur so gut entwickelt, weil die Gemeinden gut zusammenarbeiten. So auch die zwei grössten Städte des Kantons. Deren Stadträte würden sich stets intensiv austauschen. Das sei wichtig, findet Geri Müller, denn die Gemeinden sollen sich stets verbessern und an sich arbeiten.

Baden arbeitet am Stadtbild

Doch was will Baden tun, um vielleicht auch mal den renommierten Wakkerpreis entgegen zu nehmen? Die Stadt Baden arbeite stetig an ihrem Stadtbild. Müller nennt als Beispiel das Kurtheater oder das Bäderquartier.

Dass man alte Gebäude erhalte und Altstädte renoviere, sei wichtig für das Gesicht einer Stadt. «Sonst entstehen bald gesichtslose, graue Betonwüsten», sagt Geri Müller.

Baden erhielt Preis mit höherer Preissumme

Allerdings fügt der Stadtammann gerne an, dass Baden den Binding-Preis erhalten habe. Als bisher erste und einzige Aargauer Gemeinde erhielt Baden 2005 diesen Preis, der seit 1987 jährlich an einen Schweizer Waldbesitzer vergeben wird. Er zeichnet Waldbesitzer aus, die sich in vorbildlicher Weise langfristig für die Pflege und Erhaltung ihres Waldes einsetzen. Der Preis ist mit 50'000 plus 150'000 Franken für projektbezogene Aktivitäten höher dotiert als der Wakkerpreis mit 20'000 Franken.

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