Die Hitze trieb dieses Jahr mehr als eine halbe Million Menschen in die Badis der Region. Fast alle Freibäder verzeichneten in diesem Sommer, der der drittheisseste seit Messbeginn war, laut einer Umfrage des Badener Tagblatts Traumzahlen.

  • Das Terrassenbad in Baden besuchten 2018 total 115 000 Personen. «Es war ein sehr gutes Jahr, aber kein Rekordjahr», sagt Betriebsleiter René Saurenmann. Die Besucherzahlen wuchsen damit um 15 Prozent, obwohl auf Anfang Saison die Preise erhöht wurden. Das Terrassenbad verzeichnete laut Saurenmann ausserdem einen Zuwachs bei den Saisonabos. Er führt dies auch auf den momentanen Umbau im «Tägi» in Wettingen zurück. Die Hitze und die Dürre, die die Gäste ins Bad trieben, sorgten aber auch für Probleme: So musste Saurenmann die Liegeflächen unter den Trauerbuchen teilweise sperren, weil Äste hätten abbrechen können. «Aber ich bin mit der Saison äusserst zufrieden, vor allem weil wir wenige Unfälle oder Sanitätseinsätze zu verzeichnen hatten», so Saurenmann.
  • Die Besucherzahlen des Gartenbads «Tägi» in Wettingen leiden aufgrund der Gesamtsanierung des «Tägis», die derzeit im Gang ist. Dennoch ist man zufrieden. «Dank tollem Wetter haben wir die 60 000-er-Marke überschritten», sagt Marco Baumann, Geschäftsführer der Tägi AG. «Wenn man den Umbau bedenkt, sind wir mit diesen Zahlen sehr zufrieden. Die Leute waren richtig hungrig aufs Baden.» Sanitätseinsätze gab es keine. Nur wenige, kleinere Verletzungen waren zu beklagen. Baumann bereitet etwas anderes Sorgen: «Eltern von kleinen Kindern sind immer mehr auf ihr Smartphone konzentriert und nehmen die Aufsichtspflicht für ihre Kinder nicht wahr. Das ist gefährlich.» In mehreren solchen Situationen sei man dieses Jahr froh über das Eingreifen der Badmeister gewesen.
  • Thomas Weber, Betriebsleiter des Hallen- und Gartenbads in Obersiggenthal, durfte 71 630 Besucher begrüssen. «Wir sind sehr zufrieden», sagt er. Weber konnte sich über fast 8000 Besucher mehr als im Vorjahr freuen. Auch musste die Badi keine gravierenden Zwischenfälle beklagen. Und Weber sagt: «Aufgefallen ist uns, dass die Besucher in diesem Jahr extrem entspannt die Badeanlage nutzten — vielleicht eine Folge des extrem lang anhaltenden schönen Sommergrooves.»
  • Fast 54 000 Personen kamen 2018 in die Badi Wiemel in Würenlos. Das sind 16 000 mehr als letztes Jahr. «Es war eine sensationelle Saison», sagt Badmeister Roman Eberhard. Sogar Ende Juli habe man noch Saisonabos verkaufen können. «Das ist sehr aussergewöhnlich», so Eberhard. «Am allerwichtigsten ist aber, dass es keine grösseren Unfälle gab.»
  • Ins Regibad in Bad Zurzach kamen bis Ende August 76 500 Gäste. Bis Ende September, wenn das Bad schliesst, hoffe man auf 80 000 Eintritte, sagt Sacha Smonig, Badmeister des Regibads. Das wären rund 15 000 mehr als letztes Jahr. «Dafür ist einerseits sicher das Traum-Wetter verantwortlich», sagt Smonig. «Andererseits konnten wir deutlich mehr junge Familien begrüssen, weil wir die neue Rutschbahn eröffnen konnten.» Im Regibad gab es glücklicherweise keine grösseren Unfälle.
  • «Es war ein Super-Sommer», sagt Urs Zimmermann, Badmeister im Schwimmbad Klingnau. 34 000 Eintritte — fast 10 000 mehr als durchschnittlich in den Jahren zuvor — konnte das Bad verzeichnen. Um dem Besucheransturm gerecht zu werden, musste sogar zwischenzeitlich ein zweiter Badmeister die Badenden beaufsichtigen. «Von Zwischenfällen blieben wir glücklicherweise verschont, was das Wichtigste ist. Nur einmal gab es eine Platzwunde», so Zimmermann.
  • Mit der Saison sehr zufrieden ist man auch beim Schwimmbad Endingen. Genaue Zahlen zu den Eintritten habe die Badi aber noch nicht, weil sie noch nicht ausgewertet seien. «Es war sicher erneut ein Rekordjahr», sagt Betriebsleiter Günter Kramer. Bereits 2017 verzeichnete das Bad mit 14 300 Eintritten einen Rekord. «Wichtig ist vor allem, dass wir die ganze Saison unfallfrei blieben», sagt Kramer.
  • Rekordzahlen vermeldet auch das Schwimmbad Döttingen. 39 559 Besucher konnten Badmeister Peter Sibold und sein Team in der Saison 2018 begrüssen. Das sind 3500 mehr als beim bisherigen Rekordjahr 2015. «Ich bin sehr zufrieden mit der Saison», sagt Sibold. Für ihn heisse das aber auch: «Viel Überzeit. Im Winter kann ich sie aber wieder abbauen.» Sowieso bedeute der Hitze--Sommer «mehr von allem». Mehr Javel, mit dem Chlor fürs Badewasser produziert wird, mehr Benzin für den Rasenmäher, mehr Frischwasser, damit die Becken schön kühl bleiben. In normalem Rahmen bewegte sich aber der Pflasterverbrauch, wie Sibold sagt: «Wir hatten keine grösseren Unfälle. Die Saison hat Freude gemacht.
  • 38 991 Badegäste besuchten das Schwimmbad Sandhöli in Niederweningen. Das sind gut 6000 mehr als im Jahr zuvor. «Es war ein aussergewöhnlich guter Sommer», sagt Gabriel Schneider, Brunnenmeister der Gemeinde. Ausser dem einen oder anderen Wespenstich gab es keine grösseren Zwischenfälle.