Baden

Bäder-Investor fordert von der Stadt schon jetzt besseres Marketing

Viel ist vom ehemaligen Glanz des Bäderquartiers nicht übrig geblieben. (Archiv)

Viel ist vom ehemaligen Glanz des Bäderquartiers nicht übrig geblieben. (Archiv)

Es dauert zwar mindestens noch über drei Jahre, bis das neue Thermalbad in Baden eröffnen wird. Trotzdem erhofft sich Bäder-Bauherr und -Investor Benno Zehnder von der Stadt, dass sie in Sachen Marketing bereits jetzt einen Zacken zulegt.

«Baden Tourismus muss jetzt einen Gang raufschalten, will man sich wieder als Bäderstadt profilieren», wählt Benno Zehnder deutliche Worte. Nur mit einer Thermalbank und zwei Plakaten am Ortseingang sei es halt nicht getan. «Insbesondere darf man nicht bis zur Eröffnung des Bads zuwarten, um mit Marketingmassnahmen loszulegen», so Zehnder.

Tatsächlich: Ausser des im Herbst 2013 eröffneten Fussbads an der Limmatpromenade hat sich das Standortmarketing mit Aktionen rund ums Bäderquartier eher zurückgehalten. «Selbstverständlich warten wir nicht bis zur Eröffnung, bis wir unsere Marketing-Offensive lancieren», sagt Thomas Lütolf, Leiter Standortmarketing. Doch bis anhin habe man sich auf Aktionen mit lokaler Wirkung konzentriert. «Das Fussbad kommt bei den Menschen sehr gut an und trägt ganz bestimmt dazu bei, die Sensibilität für das Bäderquartier und dessen Geschichte am Leben zu erhalten», ist Lütolf überzeugt.

Bäder als Gegenpol positionieren

Doch das künftige Bad jetzt schon über die Region hinaus promoten zu wollen, sei bestimmt zu früh. «Wir sind jetzt noch zurückhaltend; wir kommunizieren nicht gerne im Konjunktiv. Sobald bewilligte Baugesuche vorliegen, treten wir aus dem Hintergrund», verspricht Lütolf. Für ihn ist klar: «Ab dem Spatenstich werden die verschiedenen Projekte langsam Form annehmen, und damit wird automatisch auch das öffentliche Interesse am künftigen Thermalbad zunehmen.»

Ausser Frage steht für den Leiter Standortmarketing auch, dass das Thermalbad zum Aushängeschild der Stadt Baden werden soll. «Als Wirtschaftsmetropole sind wir in der einzigartigen Position, das Thermalbad und somit auch das Kuren als Gegenpol zur hektischen Geschäftswelt positionieren zu können.»

Im Kleinen sammle man schon heute wertvolle Erfahrung, gehöre man doch bereits heute mit den privat betriebenen Bädern dem Schweizer Wellness-Label an. Thomas Lütolf verspricht: «Sobald die Projekte konkret sind, werden wir bereit sein, richtig loszulegen.»

Zehnder will Stadt als Partner

Wenn alles nach Plan läuft, darf sich Baden ab dem Herbst 2018 wieder voller Stolz «Bäderstadt» nennen. Bis dann soll das neue, von Stararchitekt Mario Botta entworfene Thermalbad frühestens eröffnen. Noch offen ist, ob und in welcher Form sich die Stadt Baden allenfalls am Thermalbad beteiligen wird. Zwar war die Stadt Baden beim jetzt geschlossenen Bad nicht beteiligt. Doch im «Badener Tagblatt» vom 2. Mai äussert Benno Zehnder den Wunsch, die Stadt Baden möge sich doch am Thermalbad beteiligen.

«Ich würde eine solche Beteiligung auf jeden Fall begrüssen», so Zehnder. «Denn dadurch wäre die Kooperation mit der Stadt viel enger und näher, insbesondere im Bereich des Standortmarketings.»

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