Die Nachricht, wonach der «Verenahof»-Komplex von einer neuen Stiftung – einer Fusion der Stiftungen Bad Zurzach und Reha-Klinik Freihof – übernommen wird, löst im Bäderquartier positives Echo aus. Bereits ansässige Hoteliers, Ärzte und Gewerbler begrüssen das Vorhaben, das im künftigen «Verenahof» ein Gesundheitshotel und eine Rehaklinik vorsieht. «Diese Idee passt gut hierher. Der neue ‹Verenahof› wird das Bäderquartier aufwerten», sagt Stephanie Bacon vom Coiffeurgeschäft Kopfsprung eingangs Bäderquartier.

Historischen Charakter erhalten

Auch «Hörnli»-Wirt Antonio Vazquez, der seinen Gästen seit siebzehn Jahren spanische Köstlichkeiten auftischt, zeigt sich erfreut. «Es war eine Katastrophe, als der ‹Verenahof› seinen Betrieb einstellte», sagt Vazquez. Auf den Mittagsbetrieb habe sich das zwar nur bedingt ausgewirkt, doch am Abend habe es jeweils deutlich weniger Gäste. «Die Pläne mit der neuen Rehaklinik sind wie ein Lottogewinn», freut sich der «Hörnli»-Wirt. Er sei sich zwar bewusst, dass Kurgäste nicht unbedingt dick essen gehen. Aber darum gehe es auch gar nicht. Mit der Rehaklinik und dem neuen Thermalbad entstehe in den Bädern neues Leben. «Ich hoffe nur, dass der historische Charakter dieses wunderschönen Quartiers erhalten bleibt», sagt Vazquez.

Bessere Durchmischung der Bäder

Grundsätzlich positiv reagiert auch Patrik Erne, Hotelier der «Blume». «Zwar tangiert uns eine Rehaklinik nicht gross, da wir vor allem Businessgäste beherbergen.» Unter dem Strich begrüsst Erne aber das Projekt, weil es seiner Meinung nach zu einer besseren Durchmischung des Quartiers führt. «Vor allem sind wir froh, dass nicht weitere Eigentumswohnungen entstehen, da dies mit einem Hotelbetrieb in unmittelbarer Nähe manchmal zu Problemen führen kann», sagt Erne.

Ärzte sind an Rehaklinik beteiligt

Direkt beteiligt am Projekt im neuen «Verenahof»-Komplex sind Ärzte, die bereits im Bäderquartier ansässig sind. «Wir werden in der Rehaklinik involviert sein», sagt Manuel Tejero. «Wir», das sind neben Tejero die beiden Ärzte Bernard Terrier und Peter Reber. Letztere führen gemeinsam eine Praxis im «Staadhof», der aber bald einer Wohnüberbauung weichen muss.

«Der ‹Staadhof› wird zwar abgerissen, aber im 1. Stock des neuen Baus sind Ärztepraxen geplant», erklärt Terrier. Ob er und seine Berufskollegen ihre Praxis dereinst in der neuen Rehaklinik oder im Ärztehaus unterbringen werden, stehe noch nicht fest. Bis der Neubau erstellt ist, werden Terrier und Reber ein Provisorium im Haus am Park beziehen. Dieses wird zurzeit hinter der Dependance Ochsen gebaut.