Ennetbaden

Bäderquartier: Der Postplatz soll wieder eine Begegnungszone werden

Bis auf die Sitzbänke, die eine andere Form erhalten, wird der Ennetbadener Postplatz nach seiner Fertigstellung Mitte September aussehen wie auf dieser Visualisierung.

Bis auf die Sitzbänke, die eine andere Form erhalten, wird der Ennetbadener Postplatz nach seiner Fertigstellung Mitte September aussehen wie auf dieser Visualisierung.

In wenigen Monaten wird mit dem Postplatz ein Puzzleteil des neuen Bäderquartiers fertiggestellt. Er soll wieder jenen Dorfplatz-Charakter erhalten, den er einst hatte. Die Kosten für die Sanierung betragen rund fünf Millionen Franken.

Zehn Grossprojekte sollen in Baden und Ennetbaden im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Bäderquartiers realisiert werden. Während mit dem Bau des wichtigsten und grössten Puzzleteils, dem Thermalbad, noch nicht begonnen wurde, wird der neue Postplatz in Ennetbaden bereits in wenigen Monaten fertiggestellt sein. Mitte September werde der umgestaltete Platz mit einem Fest eingeweiht, sagt Ennetbadens Vizeammann Jürg Braga (FDP).

Der Postplatz soll seinen Dorfplatzcharakter vergangener Zeiten zurückerhalten. «Derzeit kennen die Menschen der Region den Postplatz hauptsächlich von der Durchfahrt. Künftig soll der Dorfplatz wieder zum Verweilen einladen.

Anlässe wie beispielsweise die 1.-August-Feier finden derzeit alle auf dem Schulhausplatz statt. In Zukunft soll der Postplatz der neue Begegnungsplatz in unserer Gemeinde sein. Im Idealfall werden dereinst auch Badegäste vom nahegelegenen Botta-Bad den Weg hierher finden », hofft Jürg Braga.

Spatenstich mit dem Presslufthammer: Bauherr Hansruedi Wyss (l.) und Planer Kurt Gähler

Spatenstich mit dem Presslufthammer: Bauherr Hansruedi Wyss (l.) und Planer Kurt Gähler eröffnen den «Schwanen»-Neubau im Bäderquartier.

Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf rund fünf Millionen Franken. Wer die Bauarbeiten mitverfolgt, die seit einem Jahr laufen, stellt sich die Frage, warum der Platz vor wenigen Tagen bereits zum zweiten Mal innert kurzer Zeit aufgerissen wurde. Braga: «In einem ersten Schritt wurden das unterirdische Regenrückhaltebecken, sämtliche Werkleitungen sowie der Bachkanal verlegt.»

Das Platzprovisorium werde nun schrittweise entfernt und durch eine grosszügige Pflasterstein-Fläche ersetzt, diverse Gestaltungselement würden hinzugefügt. Im Übergang von der Badstrasse zum Postplatz beispielsweise werden drei Winterlinden mit einer Sitzbankgruppe kombiniert. Signalisiert wird der Postplatz als Begegnungszone; Fussgänger werden also Vortritt vor den Autos geniessen.

Ennetbaden treibt seine Bäderprojekte voran: Anfang Jahr fand der Spatenstich für die künftige Résidence zum Schwanen statt; voraussichtlich 2016 folgt die Neugestaltung der Badstrasse. Für 5,5 Millionen Franken wird die einst viel befahrene Kantonsstrasse an der Limmat in eine Flaniermeile umgewandelt.

23 Millionen für das Bäderquartier

Für die Neugestaltung seines Teils des Bäderquartiers hat Ennetbaden in den vergangenen Jahren bereits rund 23 Mio. Franken ausgegeben, unter anderem für den Umfahrungstunnel, den Hirschenplatz, den Goldwandweg mit den ökologischen Aufwertungen sowie den Postplatz. Weitere kleinere Projekte sind in den kommenden Jahren vorgesehen, was unter anderem einen Rund-Spaziergang im gemeindeübergreifenden Bädergebiet ermöglichen könnte.

Im Doppelinterview vor dem «Schwanen» in Ennetbaden: Bauherr Paul Wyss und Gemeindeammann Pius Graf

Im Doppelinterview vor dem «Schwanen» in Ennetbaden: Bauherr Paul Wyss und Gemeindeammann Pius Graf.

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