Eigentlich hatte die Verenahof AG angekündigt, dass sie das Baugesuch «Verenahof-Geviert» im Bäderquartier noch vor Ende Jahr einreichen werde. Doch der Planungsprozess hat sich erneut verzögert.

Diesmal nimmt die Bauherrin die Schuld auf sich. «Wir haben vor einem halben Jahr entschieden, beim Hotel Verenahof anstelle einer Mischnutzung auf den Hotelteil zu verzichten. Wir wollen uns dort auf eine Klinik für Rehabilitation und Prävention konzentrieren», erklärt Stephan Güntensperger, Direktor der Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden auf Anfrage.

Auf den Hotelteil könne im Einverständnis mit der Stadt Baden verzichtet werden. Noch eine Neuigkeit hat Güntensperger: «Die ‹Bären›-Fassade wird ebenfalls erhalten.»

Die Klinik, die vom Tochterbetrieb der Stiftung, der Reha Clinic AG betrieben wird, soll 70 bis 80 Zimmer aufweisen. Die Neuplanung wurde darauf ausgelegt, so viele Zimmer wie möglich zu realisieren.

Dieses Ziel sei nötig geworden, weil der von Mario Botta konzipierte Überbau beim «Verenahof», die sogenannte «Botta-Kuppel, von der Stadt respektive von der Denkmalpflege nicht geduldet wurde.

Zurzeit erarbeitet das Architekturbüro von Mario Botta eine neue Version des Projekts. «Wir werden sie nächste Woche präsentiert erhalten und letzte Anpassungen vornehmen können», sagt Güntensperger.

Mitte Januar findet die abschliessende Besprechung mit dem Architekturbüro Botta in Baden statt. Dann wird das Projekt zur Eingabereife gebracht und Ende Januar oder Anfang Februar eingereicht.

Der 1. September 2018 bleibt

Am Fahrplan soll sich nichts ändern. Ziel ist, am Tag der heiligen Sankt Verena, am 1. September 2018, das neue Bad zu eröffnen. «Wir werden uns um eine vorzeitige Abbruchbewilligung bei den Baufeldern 1 und 2 (Thermalbad und Wohn-/Ärztehaus) bemühen, damit wir den Fahrplan einhalten», sagt Güntensperger.

Weiter will die Bauherrin Zeit gewinnen, indem sie beim Baufeld 3 («Verenahof») auf einen Generalunternehmer verzichtet und konventionell mit Architekt, Generalplaner und Fachplaner plant und baut. Ein Architekt vor Ort wird zusätzlich zum Architekten des Büros Botta beauftragt.

Warten auf die Baubewilligung

Der Baubeginn werde erfolgen, wenn die Baubewilligung vorliege, sagt Benno Zehnder, Verwaltungsratspräsident der Verenahof AG. Von den fünf Einwendungen gegen das Projekt des neuen Thermalbades und des Wohn- und Ärztehauses seien zwei zurückgezogen worden.

«Wir haben das im Gespräch gelöst», sagt Zehnder. Auch mit der Behindertenorganisation Procap habe man sich besprochen und einige Auflagen aufgenommen. Dort stünde der Entscheid noch aus. Mit den verbleibenden beiden Einwendern werden Bauherrschaft und Stadt im Januar verhandeln. Das Thema heisst «Verkehr».