Unfall auf A1
Bagger war nicht sachgemäss geladen – Baggerführer wird einvernommen

Ein mit einer Baumaschine beladener Anhänger kollidierte heute früh auf der A1 zwischen Bareggtunnel und Birrfeld mit einer Brücke, die über die Autobahn führt. Die A1 ist mindestens bis zum späten Nachmittag in beide Richtungen gesperrt.

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Der Anhänger mit dem beschädigten Bagger.

Der Anhänger mit dem beschädigten Bagger.

Peter Rippstein

Inzwischen ist klar: Der Bagger war nicht sachgemäss geladen. Das sagte zumindest Bernhard Graser, Mediensprecher der Kantonspolizei Aargau, gegenüber dem Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Der Neigungswinkel der Schaufel sei falsch gewesen. Dadurch war der Baggerarms höher positioniert touchierte die Brücke.

Laut Philipp Bircher, Leiter Kommunikation bei Implenia, ist auch der Baggerführer bei der Firma angestellt. «Er wird derzeit von der Kantonspolizei einvernommen, Fragen zum Unfallhergang kann ich deshalb nicht beantworten», sagt der Firmensprecher.

Die Autobahnbrücke ist nach wie vor zwischen Mägenwil und Baden-West komplett (Richtung Zürich und Bern) gesperrt. Die Kantonspolizei verfügte die Vollsperrung gegen 10.30 Uhr. Gemäss der Verkehrsmanagementzentrale in Emmen dauert die Sperrung jedoch mindestens bis zum späteren Nachmittag oder frühen Abend.

Die beschädigte Autobahnbrücke.
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Der Anhänger mit dem beschädigten Bagger.
Die beschädigte Autobahnbrücke.
Die Autobahn ist komplett gesperrt.
Der Schaden an der Brücke in der Nahaufnahme.
Verkehrschaos: Nach der Sperrung der A1 ist Geduld gefragt.
Verkehrschaos: Nach der Sperrung der A1 ist Geduld gefragt.
Lastwagen um Lastwagen passiert Mellingen.
Verkehrschaos: Nach der Sperrung der A1 ist Geduld gefragt.
Der ganz Autobahnverkehr rollt nun durch Mellingen.
Stau zwischen Mägenwil und Mellingen.
Stau in Richtung Mellingen um 17 Uhr.
Stau: Auf der A1 kurz vor Ausfahrt Mägenwil müssen sich die Verkehrsteilnehmer gedulden
Die beschädigste Stelle der Brücke
Die Autobahn ist komplett gesperrt
Der Anhänger mit der Baumaschine, die mit der Brücke kollidierte
Die Baumaschine, die mit der Brücke kollidierte
Die A1 ist komplett gesperrt, die Aufräumarbeiten gehen voran
Verkehrschaos: Nach der Sperrung der A1 ist Geduld gefragt.
Verkehrschaos: Nach der Sperrung der A1 ist Geduld gefragt.
Die Autobahn muss für die Aufräumarbeiten gesperrt werden.
Der Verkehr staut sich zumindest zeitweise bis nach Wettingen.
Die Brücke über die Autobahn ist gesperrt

Die beschädigte Autobahnbrücke.

Peter Rippstein

Verkehr grossräumig umgeleitet

Laut Kantonspolizei wird eine Beurteilung der Statik der Autobahnüberführung vorgenommen. Der Verkehr wird grossräumig umgeleitet.

Laut Roland Pfister ist der Strassenunterhaltsdienst derzeit in Zusammenarbeit mit Kantons- und Regionalpolizei daran, die Umleitungen zu signalisieren. Klar ist, dass die Autobahn grossräumig gesperrt ist. Die Auffahrten Mägenwil und Dättwil sind geschlossen. Es wird empfohlen, die Region Birmenstorf via Luzern oder via Belchen-Tunnel und das Fricktal zu umfahren. Laut Andreas Rüegger gibt es bereits Behinderungen im lokalen Strassennetz. «Vor allem Mellingen ist derzeit betroffen.»

Auf den Autobahnen A2 und A3 gibt es ebenfalls ein erhöhtes Verkehrsaufkommen durch die Verkehrsteilnehmer, die die Unfallstelle grossräumig umfahren. «Diese Autobahnen haben aber ebenfalls einen hohen Ausbaustandard und können viel abfedern», so Rüegger. Tatsächlich sind gemäss Marcel Moretto von viasuisse derzeit die Ausweich-Autobahnen noch nicht von Staus oder Behinderungen betroffen.

Zum Unfall auf der A1 kam es zwischen dem Bareggtunnel und der Verzweigung Birrfeld heute Montagmorgen kurz nach 8.30 Uhr. Ein Anhängerzug, der mit einer Baumaschine beladen war und in Richtung Bern fuhr, kollidierte mit einer Autobahnbrücke bei Birmenstorf.

Anfangs war der Verkehr noch einstreifig über den Pannenstreifen geführt worden.

Die Aufräumarbeiten sind laut Kantonspolizei in vollem Gange. Personen seien nicht zu Schaden gekommen.

Der Bagger, welcher die Brücke beschädigte, stammt von der Baufirma Implenia. Philipp Bircher, Leiter Kommunikation bei Implenia, kann derzeit noch keine Angaben machen, wie es zum Unglück kommen konnte. «Momentan laufen die Abklärungen der Kantonspolizei, deshalb kann ich nichts dazu sagen», erklärt Bircher. (mf/pz/fh)

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