SBB
Bahnhof Baden soll noch attraktiver werden

Am Badener Bahnhof wurden neue Anzeigetafeln in Betrieb genommen und neue Lautsprecher montiert. Zudem ist eine Erhöhung des Perron 1 im Bereich des Postgebäudes geplant.

Roman Huber
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Beim grossen az-Bahnhof-Ranking landete der Bahnhof Baden auf Platz eins. «Das hat uns natürlich gefreut», sagt Victor Hungerbühler, Verkaufsleiter Bahnhof Baden, und doppelt gleich nach: «Wir werden weiter in die Kundenfreundlichkeit am Bahnhof investieren.» Das ist notwendig: Denn mit 30000 Pendlerinnen und Pendlern täglich gelangt der Bahnhof räumlich an seine Grenzen.

Es gibt aber auch in Baden Kritik

Das Ranking hat auch Kritiker auf den Plan gerufen. So wird darauf hingewiesen, dass die zwar vergleichsweise erfreuliche Zahl an Veloabstellplätzen immer noch nicht genügt – insbesondere gedeckte würden sich Velofahrer wünschen. Dass es auf dem Perron 1 zur Hauptpendlerzeit stets eng wird, lässt sich baulich kaum verändern. Doch wenn die SBB den Umbau des Bahnhofgebäudes realisieren, wird der Kiosk verschwinden, ebenso die Fahrdienstkanzel, sodass es mehr Raum geben wird.

Ein Ärgernis ist der nördliche Teil des Perrons 1. Bei längeren Zugkompositionen kommen die letzten Wagen im Bereich des Postgebäudes zu stehen, wo der Perron noch nicht erhöht worden ist. «Ein entsprechendes Projekt existiert, ist aber infolge eines Verfahrens blockiert und wird kaum vor 2012 realisiert», erklärt Hungerbühler. Einige längere Züge würden wenn möglich auf Gleis 2 einfahren, erklärt Hungerbühler.

Mehr Informationen

Die Bedürfnisse des Bahnkunden werden erfüllt, wie ein Umfrage unter Bahnbenützern zeigt. Die neuen digitalen Anzeigetafeln, ein SBB-Standardmodell, ermöglichen alle notwendigen Angaben auch über die Zugformation. Sie sind bei den Aufgängen angebracht und so für jedermann einsehbar. Allerdings sei die Lesbarkeit weniger gut, monieren Kritiker.

Auch die akustische Information wird demnächst auf dem ganzen Bahnhof verbessert. Rund 180 kleine Lautsprecher sind montiert worden. Demnächst werden sie in Betrieb genommen und werden so die Durchsagen verständlicher machen.

Auch im Schalterbereich haben die SBB den Betrieb verbessert. So wird zurzeit beim Billettschalter das englische Wartesystem getestet. Es habe sich bereits bewährt und wer-
de nun definitiv eingeführt, kündigt Hungerbühler an.