Der Ausbau der Kantonsstrasse 271 zwischen Eggenwil und Künten steht unmittelbar bevor. Anwohner und Verkehrsteilnehmer werden in nächster Zeit viel Geduld aufbringen müssen. Das mehrteilige, von langer Hand geplante Tiefbauwerk dauert bis zur Vollendung zwei Jahre. «Der Terminplan ist recht eng bemessen», sagt Bauingenieur Thomas J Meile, Projektleiter beim Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) des Kantons Aargau.

Ende 2016 müsse der Ausbau auf dem knapp zwei Kilometer langen Abschnitt beendet sein, um im Frühling 2017 dann das Finish mit dem Einbau des Deckbelags auszuführen. Man werde in den nächsten Monaten gleichzeitig an zwei Stellen arbeiten, zeitweise sogar an drei Stellen. Das mehrteilige Projekt betrifft das Strassenstück von den Liegenschaftszufahrten Badenerstrasse 24/25 in Eggenwil bis zur Einmündung der Griederstrasse in Künten.

Die Linienführung der Strasse bleibt gleich. Ausserorts wird die Fahrbahn von rund 5,70 auf 6,50 Meter verbreitert und gänzlich erneuert. Längs der Strasse erstellt man einen drei Meter breiten Rad- und Gehweg zwischen den beiden Ortschaften; damit wird eine weitere Lücke im kantonalen Velowegnetz geschlossen. Strasse und Veloweg/Gehweg werden durch einen eineinhalb Meter breiten Grünstreifen abgetrennt.

9,26 Mio. Franken bezahlt Kanton

An beiden Ortseinfahrten sind Mittelinseln als Eingangspforten vorgesehen. Die Inseln sollen abbiegenden und auf die Strasse einmündenden Velofahrern als Querungshilfe dienen. Eingangs Eggenwil wird die Strasse auf 7,5 Meter verbreitert, wobei die Fahrbahn 5 Meter und der beidseitige Radstreifen je 1,25 Meter beanspruchen wird. Ein neuer Gehweg ab der Liegenschaft Badenerstrasse 25, eine Fussgängerschutzinsel sowie die Erneuerung der Werkleitungen komplettieren das Ausbauprojekt auf Eggenwiler Seite. Auch Künten nimmt man im Sog des Ausbaus Verfeinerungen und Sanierungen der Werkleitungen vor.

Unerlässliche Hang- und Bankettsicherungsmassnahmen auf dem bewaldeten Abschnitt verteuern die Ausbaukosten. Alles in allem betragen die Gesamtkosten des Projekts 9,92 Millionen Franken, wobei der Kanton Aargau den Grossteil finanziert. Vergleichsweise vorteilhaft kommen die beiden Gemeinden weg: «9,26 Millionen Franken fallen auf den Kanton», erklärt Benno Schmid, Leiter Kommunikation beim BVU. «Die Kostenanteile der Gemeinden betragen für Künten 0,56 Millionen Franken und für Eggenwil 0,1 Millionen Franken», fügt er hinzu.

Behinderungen programmiert

Der Ausbau des umfangreichen Tiefbauwerks geht einher mit Verkehrsbehinderungen und Unannehmlichkeiten. Das Projekt soll, ja muss bei einspuriger Verkehrsführung mit Lichtsignalregelung in mehreren Etappen realisiert werden. So bleibt die recht stark befahrene Strassenverbindung stets offen und der Busbetrieb auf der Strecke Bremgarten-Baden gewährleistet.