Gastro-Szene Baden
Bald gibt es Sushi im denkmalgeschützten Haus an der Halde und Kaffee an der Mittleren Gasse

Die Pläne für ein Sushi-Restaurant an bester Lage in der Badener Altstadt sind schon ausgereift und warten auf Umsetzung. An der Mittleren Gasse soll ein neues Café eröffnen.

Frederic Härri
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Im denkmalgeschützten Haus an der Oberen Halde 18 könnte bald ein japanisches Restaurant einziehen.

Im denkmalgeschützten Haus an der Oberen Halde 18 könnte bald ein japanisches Restaurant einziehen.

Sandra Ardizzone

«Die Weite Gasse putzt sich heraus» titelte das Badener Tagblatt Anfang Jahr und berichtete davon, dass dort schon bald ein neues Bistro, eine Bar und ein Restaurant entstehen sollen. Doch nicht nur in der Hauptflaniermeile, auch an anderen Orten in der Stadt soll die Gastrolandschaft demnächst ein neues Gesicht erhalten.

Eine Häuserzeile weiter, an der Mittleren Gasse 11, verkauft Inhaberin Bea Schaerer im Laden «Carac» Geschenkartikel und Spielsachen für Erwachsene und Kinder. An gleicher Stelle eröffneten vor drei Jahren drei Frauen den Laden «De gäl Giraff», Schaerer stiess vor knapp einem Jahr dazu und führt das Geschäft seit November alleine unter dem jetzigen Namen weiter.

Nun plant die Geschäftsführerin, in ihrem Laden auch ein kleines Café mit Aussenbestuhlung zu betreiben. «Mit dem Angebot will ich in der Mittleren Gasse einen zusätzlichen Farbtupfer setzen», sagt Schaerer. Welche Speisen sie anbieten wird, möchte sie sich noch offenbehalten. «Möglich sind Kaffee und Kuchen, aber auch ein Mittagsbuffet mit Suppe und Salat ist denkbar.»

Schaerer hofft, dass die kleineren Gassen in der Badener Altstadt durch ihr Café wieder belebter werden. «Bislang konzentriert sich vieles auf die Geschäfte in der Weiten Gasse», findet Schaerer. Mehr Laufkundschaft ermögliche, dass alle Läden in der Mittleren Gasse profitieren könnten. Bis Schaerer mit den Vorbereitungen für ihr Café beginnen kann, muss sie sich noch ein wenig gedulden: Das Umnutzungsgesuch liegt bis zum 23. Februar auf.

Frisches Essen für «Foodies»

Auch weiter unten in der Altstadt gibt es Pläne, der Badener Gastronomie eine neue kulinarische Note zu verleihen. Ein erster Schritt dazu könnte mit «Frish» gemacht werden, einem japanischen Restaurant, das Sushi und warme asiatische Küche anbietet. «Wir positionieren uns als kleines Spezialitätenrestaurant mit frischen und gesunden Speisen», sagt die Projektverantwortliche Ye Holzherr, die das Lokal mit zwei weiteren Personen führen wird. Das Restaurant solle sich an Berufstätige richten und «Foodies» – Personen mit einer Vorliebe für hochwertiges Essen – begeistern.

Die in Remetschwil aufgewachsene Unternehmerin blickt auf mehrere Jahre Erfahrung im Gastrogewerbe zurück. Sie ist überzeugt, mit Baden einen geeigneten Standort gewählt zu haben: «Hier läuft viel und die Stadt hat kulturell einiges zu bieten.»

Im denkmalgeschützten Haus an der Oberen Halde 18 haben die Verantwortlichen allerdings hohe Auflagen zu erfüllen. «An den Wänden und Decken darf nicht viel verändert werden, deshalb verzichten wir auf grössere Dekorationen», sagt Holzherr. Wird das Projekt Ende Monat bewilligt, sollen anschliessend die Umbauarbeiten beginnen. Die Eröffnung ist im Mai geplant.