Jetzt ist es so weit: Das Mega-Bauprojekt der unterirdischen Dreifachsporthalle auf der Klosterhalbinsel Wettingen kann beginnen. Gestern wurde der Spatenstich für die Bauarbeiten gesetzt. Mit dabei waren auch Regierungsrat Roland Brogli (CVP) und Gemeindeammann Markus Dieth (CVP). Die Schulsportgruppe der Kanti «Vertikaltuch» begleitete die Feierlichkeiten. Zwischen Tüchern, die an einem Baum angemacht worden waren, zeigten die jungen Turnerinnen, was sie können.

«Diese Sporthalle ist dringend nötig», betonte Dieth in seiner Ansprache. Denn seit 2005 hat die Kantonsschule zu viele Schüler für die bestehenden Sporthallen. Deshalb musste sich die Schule im Sportzentrum Tägerhard einmieten. Jetzt sollen in nur 20 Monaten drei Einzelhallen, ein Foyer und sechs Gemeinschaftsgarderoben unterhalb der Aussensportanlage entstehen. «Sport ist wichtig, denn zu einem gesunden Geist gehört ein gesunder Körper», sagt Brogli.

Schulsportgruppe Vertikaltuch zeigt am Spatenstich was sie kann

Schulsportgruppe Vertikaltuch zeigt am Spatenstich was sie kann

Ursprünglich wären noch weitere Räumlichkeiten geplant gewesen. Allerdings senkte der Grosse Rat die Baukosten 2014 von knapp 20 Millionen auf 15 Millionen. Daher wurde auf einige Räume wie eine Geräteraumfläche für den Vereinssport verzichtet. «Dadurch wurden rund vier Millionen Franken eingespart», sagte Kantonsbaumeister François Chapuis. Jedoch wurde bis anhin über eine Million Franken für den Gesamtleistungswettbewerb und die Überarbeitung des ursprünglichen Projekts, das der Grosse Rat zurückgewiesen hat, ausgegeben. Weshalb sich die Gesamtkosten schlussendlich auf rund 17 Millionen Franken belaufen.

«Die Kosten sind höher, als sie bei einer oberirdischen Sportanlage sind», erklärte Chapuis. Denn die Vorschriften für Rauch- und Wärmeabzugsanlagen seien strenger. Weil das Kloster unter Denkmalschutz steht, dürfen Bauten vor dem historischen Gebäude nur unterirdisch gebaut werden. Auch die Sicht auf die Klosteranlage darf nicht beeinträchtigt werden.

Für den bevorstehenden Baustellenlärm entschuldigte sich Chapuis bereits jetzt. Im Gegenzug sollen der Baustellenverkehr und die Umweltbelastung so gut wie möglich minimiert werden. Der Aushub wird voraussichtlich in der naheliegenden Kiesgrube im Wettinger Tägerhard deponiert. Ein weiterer Teil soll in der Limmat verteilt werden. Dies sei aus ökologischer Sicht wertvoll, denn der Kies unterstütze den Transport von Gestein im Fluss, woraus ein höherer Sauerstoffgehalt im Gewässer entstehe.