Bald wird der Abfall in Bergdietikon teilweise elektrisch entsorgt

Die strombetriebenen Kehrichtfahrzeuge sind nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch deutlich leiser. Wer davon profitiert.

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Im Herbst hat das Neuenhofer Unternehmen Obrist die ersten zwei elektrischen Kehrichtfahrzeuge in Betrieb genommen.

Im Herbst hat das Neuenhofer Unternehmen Obrist die ersten zwei elektrischen Kehrichtfahrzeuge in Betrieb genommen.

Bild: zvg

Die Obrist Transport und Recycling AG, die in Bergdietikon für die Kehrichtabfuhr zuständig ist, hat bereits im Herbst 2020 die ersten beiden vollelektrischen Kehrichtsammelfahrzeuge in ihre Flotte aufgenommen. Im April stösst ein weiteres E-Kehrichtfahrzeug dazu. Bisher haben die Bergdietikerinnen und Bergdietiker von dieser Entwicklung noch nichts mitbekommen, doch das soll sich nun ändern: «Bald werden die modernen Fahrzeuge auch im Gemeindegebiet von Bergdietikon anzutreffen sein», lässt sich ­Geschäftsleitungsmitglied Thomas Meier in einer Mitteilung zitieren.

Das Neuenhofer Unternehmen setzt bisher auf zwei elektrische Fahrzeuge namens Futuricum 26E von der Winterthurer Firma Designwerk. Im Sammelbetrieb können sie laut Mitteilung mit ihrer Batteriekapazität von 255 Kilowattstunden pro Ladung eine Strecke von gut 130Kilometern zurücklegen, was für einen normalen Sammeltag reichen sollte. Der Strom für den Betrieb stamme aus erneuerbarer Schweizer Energie.

20000 Liter Diesel und 60Tonnen CO2 einsparen

Die elektrischen Modelle sparen gegenüber herkömmlichen jährlich rund 20000 Liter Diesel und reduzieren den CO2-Ausstoss um 60 Tonnen, wie es weiter in der Mitteilung heisst. Dabei wird nicht nur der Betrieb, sondern auch die benötigte graue Energie berücksichtigt, die für Herstellung, Transport, Lagerung, Verkauf und Entsorgung anfällt. Bei der Herstellung sind Elektrofahrzeuge nämlich energieintensiver als Kraftstoffvehikel. Beim bald zum Einsatz kommenden dritten E-Kehrichtfahrzeug setzt Obrist auf ein Modell der Marke Renault, das erstmals hierzulande getestet wird.

Die neuen Fahrzeuge sind nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch geräuscharmer. Das soll sowohl den Bewohnern in den Quartieren wie auch Mitarbeitenden auf dem Trittbrett zugutekommen. Meier ist überzeugt, dass Elektromobilität bei der Kehrichtabfuhr immer wichtiger wird: «Entsprechend sind wir auch bereit, heute grössere Investitionen zu tätigen, die sich mittel- und langfristig ökologisch und auch ökonomisch auszahlen werden.»

Auch in anderen Limmattaler Gemeinden wird die Elektromobilität immer wichtiger. Seit 2020 setzt etwa Schlieren bei Fahrzeugneubeschaffungen konsequent auf elektrische Antriebe. In der Stadt wurde Mitte Februar das erste strombetriebene Kehrichtfahrzeug in Betrieb genommen. (flo)