Ehrendingen
Bald ziehen Flüchtlinge ins ehemalige Binderhaus ein

Momentan ist im ehemaligen Binderhaus noch eine Kinderkrippe einquartiert. Weil die feuerpolizeilichen Ansprüche des Gebäudes für die Krippe nicht mehr genügen, ziehen schon bald 15 Asylbewerber in das ehemalige Einfamilienhaus.

Pirmin Kramer
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Das Binderhaus in Ehrendingen: Es gehört der Gemeinde und wird mittelfristig abgerissen. AZ-Archiv/WAL

Das Binderhaus in Ehrendingen: Es gehört der Gemeinde und wird mittelfristig abgerissen. AZ-Archiv/WAL

Walter Schwager

15 Asylbewerbern muss Ehrendingen eine Unterkunft bieten, dazu wird die Gemeinde vom Kanton verpflichtet. Im Gegensatz zu anderen Ortschaften oder Städten sind die Flüchtlinge nicht an einem zentralen Ort untergebracht.

«Wir haben derzeit drei Wohnungen gemietet, in denen momentan 14 Personen leben», erklärt Gemeindeammann Hans Hitz. Es handelt sich um drei Familien aus Syrien, Ägypten sowie dem Irak. Hinzu kommt eine Jugendliche aus Eritrea, die bei einer Pflegefamilie untergebracht ist.

Um die Aufnahmepflicht auch künftig erfüllen zu können und keine Ersatzabgaben an den Kanton bezahlen zu müssen, wird Ehrendingen in einem weiteren Wohnobjekt Flüchtlinge unterbringen.

Entschieden hat sich der Gemeinderat für das Binderhaus, ein ehemaliges Einfamilienhaus, das sich seit einigen Jahren im Besitz der Gemeinde befindet. Es steht im ehemaligen Oberehrendingen, in der Nähe des Schulhauses Dorf. Momentan ist dort noch die Kinderkrippe untergebracht.

Nur Übergangslösung

Das Haus vermag den feuerpolizeilichen Ansprüchen an eine Kinderkrippe aber nicht mehr zu genügen, weshalb diese in absehbarer Zeit in den ehemaligen Kindergarten Unterdorf ziehen wird.

«Wir hoffen, dass uns der Kanton wiederum eine Familie zuteilt, die wir im Binderhaus unterbringen könnten. Bisher haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht mit Flüchtlingsfamilien», sagt Hans Hitz. Das Binderhaus soll aber nur kurzfristig als Asylunterkunft dienen.

«Es handelt sich um eine Übergangslösung von ein bis zwei Jahren.» Noch sei nicht spruchreif, was danach mit dem Einfamilienhaus passieren soll, sagt der Ehrendinger Gemeindeammann. «Sehr wahrscheinlich werden wir das Binderhaus abreissen und auf dem Gelände ein neues Gebäude erstellen.»