Der Pfingstmontag hatte von allem etwas: Sonnenschein aber auch viel Regen. Doch die rund 160 Aktiv- und Jungschwinger, die auf dem Badener Hausberg am traditionsreichen Baldegg-Schwinget teilnahmen, liessen sich davon nicht beeindrucken. Den rund 750 Zuschauern boten sie feinste Schwingkost.

«Die Schwinger sind flexibel und hart im Nehmen», sagte Bea Hitz, Medienverantwortliche des organisierenden SK Baden-Brugg. Den Besuchern gefiels: Sie feuerten die Schwinger an, verpflegten sich in der Festwirtschaft und hielten einen Schwatz mit Bekannten. Unter den Besuchern war auch Beatrice Burger. «Wir sind regelmässig am Baldegg-Schwinget. Mir gefällt die Atmosphäre. Es ist gemütlich und friedlich hier», sagte Burger, als sie den Lebendpreis – Kalb Henriette –, welcher der Badener Nationalrat Thierry Burkart gespendet hat, mit ihrer Enkelin Flavia beobachtete. 

Stoos-Schwinget fand gleichzeitig statt

Speziell war, dass zeitgleich der Stoos-Schwinget, der erste Bergklassiker der Saison 2019, stattfand. Aus diesem Grund waren einige Aargauer Spitzenschwinger nicht vor Ort, so auch Tiago Vieira, der den Baldegg-Schwinget die letzten drei Male gewann. «Diese Konstellation gibt anderen Schwingern, die sonst nicht zuvorderst sind, eine Chance», so OK-Präsident Nik Rymann. Den Schlussgang bestritten Samuel Schaffner vom SK Baden-Brugg und Michael Mangold (Fricktal). Da dieser gestellt endete, konnte Gastschwinger Michael Briker vom SK Bürglen UR den Sieg erben – und «Henriette» in Empfang nehmen.

Es war das zweite Mal nach 2016, dass das Schwingfest nicht direkt beim Restaurant Baldegg stattfand. Dies, weil die Wirte nach dem Schwinget 2013 ihre Unzufriedenheit äusserten, unter anderem aufgrund der Parkplatzsituation (AZ vom 7.6.). Wie Bea Hitz sagt, sei es der Wunsch vieler im Verein, dass der nächste Schwinget in zwei Jahren wieder oben auf der Wiese stattfindet. «Wir schauen nun, dass wir gemeinsam mit der Stadt und den Wirten an einen Tisch sitzen und die Situation besprechen können.»