Luxusferien und ausgiebige Shoppingtouren – eine Aargauer Bankangestellte hat Kreditkartendaten geklaut und sich damit ein schönes Leben gemacht, wie Tele M1 berichtet. Das illegale Luxusleben flog auf – deshalb musste sie sich vor dem Bezirksgericht verantworten. Sie wird zu einer dreijährigen Freiheitsstrafe verurteilt, davon sechs Monate unbedingt. Vor Gericht gab die Angeklagte alles zu und brach mehr als einmal in Tränen aus. 

Die Beschuldigte war bei einer Bank zuständig für die Stornierung von Kreditkartenkonten. Statt diese aufzulösen, hat sie sie unter falschem Namen weiterbetrieben und sich selber Ersatzkarten zuschicken lassen. Mit bis zu 20 Karten buchte sie unter anderem Reisen nach Dubai und Tunesien. Innert neun Monaten hat sie so über 200'000 Franken verprasst.

Wie Thomas Spielmann, Psychotherapeut, gegenüber Tele M1 erklärt, handle es sich klar um eine sucht. «Ein Zwang hat die Kontrolle über sie übernommen.» 

Neben der Gefängnisstrafe muss die zweifache Mutter deshalb auch zur Therapie. Zudem muss sie fast 170'000 Franken Schulden an ihren ehemaligen Arbeitgeber zurückbezahlen.